Leo Lionnis Bilderbuchklassiker „Frederick“ gehört seit Jahrzehnten zu jenen Geschichten, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen berühren – am 26. April 2026 bringt das mobile Theater pohyb’s und konsorten diese Erzählung im Kulturhaus Rentrisch auf die Bühne. Beginn ist um 15 Uhr, eingeladen sind alle ab vier Jahren.
Im Mittelpunkt steht eine kleine Maus, die sich auf den Winter vorbereitet, allerdings nicht mit Körnern, Nüssen oder Stroh. Frederick sammelt stattdessen Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Was die anderen Mäuse zunächst irritiert, entpuppt sich in der kalten Jahreszeit als wahrer Schatz: Denn Fantasie, so die Botschaft, kann wärmen, wo Vorräte längst aufgebraucht sind. Ein alter Mäuserich eröffnet die Geschichte mit den Worten „Es war einmal…“ und zieht das Publikum damit hinein in eine poetische Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.
Die Inszenierung orientiert sich an den Originalillustrationen Lionnis und übersetzt sie in einen atmosphärischen Bilderbogen aus Musik, Licht und Farbe. Die Schauspieler Maike Jansen und Stefan Ferencz schlüpfen dabei fließend in die verschiedenen Figuren der Mäusefamilie, wechseln Tonlagen und Temperamente, ohne dass der erzählerische Faden je reißt. Clowneske Momente und körperbetontes Spiel sorgen dafür, dass die Aufführung weit mehr ist als bloß nacherzählte Buchseiten.
Was die Produktion auszeichnet, ist ihr Vertrauen in die Kraft einfacher Mittel. Statt auf aufwendige Kulissen zu setzen, entsteht der Mäusebau durch geschicktes Zusammenspiel von Bewegung, Requisiten und Beleuchtung. So wird das Kulturhaus Rentrisch für eine knappe Stunde zum Ort, an dem sich Kreativität und Vorstellungskraft unmittelbar erleben lassen – genau jene Werte, die auch Frederick selbst verteidigt.
Die Stadt St. Ingbert richtet die Veranstaltung aus und bietet Tickets über das Portal st-ingbert.reservix.de/events sowie telefonisch unter 0761 88849999 an. Karten gibt es darüber hinaus an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen, darunter die Infotheke im Rathausfoyer. Wer vorab Fragen hat, erreicht die Abteilung Kultur unter 06894/13-518 oder per Mail an kultur [at] st-ingbert.de. Weitere Details finden sich auf der städtischen Kulturseite unter www.st-ingbert.de/kultur
Für Familien, die am Sonntagmittag nach einem gemeinsamen Erlebnis suchen, dürfte dieser Nachmittag eine willkommene Gelegenheit sein. Lionnis Geschichte hat nichts von ihrer Aktualität verloren: In einer Zeit, in der Effizienz und Nützlichkeit den Alltag bestimmen, erinnert Frederick daran, dass Poesie und Fantasie keine Luxusgüter sind – sondern Lebensmittel im besten Sinne des Wortes.























