Wer mit dem Elektroauto zum IKEA-Einrichtungshaus in Kaiserslautern fährt, kann dort ab sofort Strom tanken. Der Möbelkonzern hat auf dem Gelände in der Westpfalz einen neuen Ladepark in Betrieb genommen, der sowohl Kundinnen und Kunden als auch Mitarbeitenden und Lieferfahrzeugen offensteht. Die Anlage bietet verschiedene Ladeoptionen – vom klassischen Normalladen bis hin zum Hyperschnellladen mit Leistungen ab 76 Kilowatt.
Der Standort Kaiserslautern ist Teil eines deutlich größeren Infrastrukturprojekts. Gemeinsam mit dem Ladedienstleister Mer baut IKEA deutschlandweit an allen 54 Einrichtungshäusern Lademöglichkeiten auf. Mehr als 1.000 neue Ladepunkte sollen so insgesamt entstehen. Das Unternehmen beziffert die jährliche CO₂-Einsparung durch das Programm auf rund 71.000 Tonnen.
„Unser Ziel ist es, das Laden von Elektrofahrzeugen für möglichst viele Menschen erschwinglich und einfach zugänglich zu machen“, erklärte Patrick Cholewa, Market Manager des Kaiserslauterer Einrichtungshauses, zur Eröffnung. Mit den neuen Ladepunkten wolle man den Umstieg auf Elektromobilität erleichtern und nachhaltiges Fahren alltagstauglicher gestalten. „Mit den neuen Ladepunkten schaffen wir noch bessere Voraussetzungen für klimafreundliche Mobilität“, so Cholewa weiter.
Beim Preis setzt IKEA auf ein gestaffeltes Modell, das Mitglieder der hauseigenen Kundenprogramme belohnt. Wer der IKEA Family oder dem IKEA Business Network angehört, erhält über die Mer-App einen Rabatt von 20 Prozent auf sämtliche Ladetarife. Registrierte Nutzerinnen und Nutzer zahlen für Normalstrom bis 49 Kilowatt 0,49 Euro pro Kilowattstunde, für Schnellladen zwischen 50 und 75 Kilowatt werden 0,57 Euro fällig, und das Hyperschnellladen ab 76 Kilowatt kostet 0,69 Euro. Ohne Registrierung liegen die Preise spürbar höher: 0,58 Euro, 0,69 Euro beziehungsweise 0,79 Euro pro Kilowattstunde.
Der neue Ladepark reiht sich in eine breitere Nachhaltigkeitsstrategie des schwedischen Konzerns ein. Neben der öffentlichen Ladeinfrastruktur an seinen Standorten vertreibt IKEA in Kooperation mit dem Partner Svea Solar auch Photovoltaikanlagen und Wallboxen für den privaten Gebrauch. Das Angebot richtet sich an Eigenheimbesitzer, die ihren Solarstrom selbst erzeugen und ihr Elektrofahrzeug zu Hause laden möchten – zu Preisen, die der Konzern als erschwinglich positioniert.
Für die Westpfalz bedeutet die Eröffnung einen konkreten Zugewinn an Ladeinfrastruktur. Gerade entlang vielbefahrener Einkaufsrouten fehlt es vielerorts noch an verlässlichen Lademöglichkeiten, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Dass Fahrerinnen und Fahrer ihr Auto während des Einkaufs aufladen können, dürfte die Hemmschwelle für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zumindest ein Stück weit senken. IKEA Deutschland ist seit 1974 auf dem deutschen Markt präsent und betreibt aktuell Einrichtungshäuser an 54 Standorten mit rund 20.308 Beschäftigten.
















