Autofahrerinnen und Autofahrer müssen an den Zapfsäulen erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen. Innerhalb nur einer Woche ist der Dieselpreis um 12,6 Cent nach oben geschnellt und liegt im bundesweiten Durchschnitt nun bei 2,288 Euro pro Liter. Das geht aus der aktuellen Kraftstoffpreis-Auswertung des ADAC hervor. Auch Super E10 hat sich verteuert – um 3,2 Cent auf durchschnittlich 2,074 Euro je Liter.

Besonders alarmierend: Beide Kraftstoffsorten erreichten im Verlauf der vergangenen Woche ihre bisherigen Jahreshöchststände. Super E10 kletterte am Freitag, dem 20. März 2026, auf 2,086 Euro, Diesel markierte am Montag, dem 23. März, einen Durchschnittswert von 2,310 Euro. Damit fehlten dem Dieselpreis nur noch 1,1 Cent bis zum Allzeithoch aus dem März 2022 – ein Niveau, das viele Verbraucher noch in schmerzhafter Erinnerung haben dürften.

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Als zentraler Treiber hinter den Preissprüngen gilt der Ölpreis, der infolge des Kriegs im Iran und dessen Auswirkungen auf die gesamte Golfregion massiv gestiegen ist. Die Drohungen der Kriegsparteien, den Konflikt weiter zu eskalieren, trieben den Preis für die Nordsee-Sorte Brent zwischenzeitlich deutlich über die Marke von 110 US-Dollar. Erst gestern fiel die Notierung wieder unter 100 US-Dollar – ob diese Entspannung von Dauer ist, bleibt offen.

Der ADAC fordert angesichts der Entwicklung erneut eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe als Sofortmaßnahme. Konkret schlägt der Automobilclub vor, die Steuer auf Diesel auf den EU-Mindeststeuersatz zu senken und Benzin vergleichbar zu entlasten. Das würde eine Ersparnis von rund 15 Cent pro Liter bedeuten. Parallel dazu plant die Bundesregierung bereits zum 1. April die Einführung des sogenannten Österreich-Modells: Tankstellen dürften ihre Preise dann nur noch einmal täglich anheben – jeweils um 12 Uhr mittags –, sie jedoch beliebig oft senken.

Diese Regelung würde die bisherigen Tankgewohnheiten grundlegend verändern. Statt wie bisher am Abend zu tanken, wäre der günstigste Zeitpunkt künftig kurz vor zwölf Uhr. Bis das neue Modell greift, bleibt jedoch der alte Rat gültig: Wer abends tankt, zahlt in der Regel mehrere Cent weniger als am Morgen. Zusätzlich lohnt sich ein Preisvergleich unmittelbar vor der Fahrt zur Tankstelle. Der ADAC verweist dafür auf seine Spritpreis-App „ADAC Drive“, über die sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland abrufen lassen.

Wie sich die Lage an den Zapfsäulen in den kommenden Wochen entwickelt, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf des Konflikts in der Golfregion und der Reaktion der internationalen Ölmärkte ab. Für Millionen Pendler und Vielfahrer bleibt die Situation bis auf Weiteres angespannt – und der Blick auf die Preistafeln ein tägliches Ärgernis.

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