Foto: Julie Jager

Seit zwei Jahrzehnten versorgt die Homburger Tafel Menschen in schwierigen Lebenslagen mit Lebensmitteln. Dieses Jubiläum nahm die Stadt Homburg zum Anlass, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken – bei einem gemeinsamen Frühstück in der Café Genusswerkstatt. Oberbürgermeister Michael Forster und Beigeordneter Philipp Scheidweiler sprachen den Engagierten gemeinsam mit Amtsleiterin Anette Weidler vom Amt für Jugend, Senioren, Soziales und Integration persönlich ihre Wertschätzung aus.

Der Einladung folgten nicht nur Ehrenamtliche aus Homburg, sondern auch Helferinnen und Helfer vom Standort St. Ingbert. Für Scheidweiler eine Selbstverständlichkeit: Die Arbeit der Tafel ende nicht an Stadtgrenzen. „Uns ist das gesamte Angebot der Tafel wichtig – in Homburg genauso wie in St. Ingbert“, betonte er. Das 20-jährige Bestehen bedeute vor allem eines: „20 Jahre gelebte Solidarität und unzählige Stunden ehrenamtlichen Einsatzes.“

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Doch die Arbeit ist in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger geworden. Veränderte Lieferstrukturen im Lebensmittelhandel und geringere Lagerbestände sorgen dafür, dass den Tafeln oft weniger Ware zur Verfügung steht. Der Bedarf hingegen bleibt hoch. Diese Lücke spüren die Ehrenamtlichen unmittelbar an den Ausgabetagen.

Foto: Julie Jager

„Die Herausforderungen sind größer geworden“, erklärte Scheidweiler. Besonders belastend sei es, wenn die vorhandenen Lebensmittel nicht ausreichten, um allen Menschen die gewünschte Hilfe anzubieten. „Das sind Situationen, die auch emotional belasten können. Umso wichtiger ist es, dass die Helferinnen und Helfer wissen: Ihre Arbeit wird gesehen und sie wird von der Stadtgesellschaft sehr geschätzt.“ Ohne die Freiwilligen, so der Beigeordnete, wäre das Angebot der Tafel schlicht nicht möglich.

Auch Oberbürgermeister Forster rückte den Wert des Ehrenamts in den Mittelpunkt. Menschen investierten ihre Freizeit und Arbeitskraft, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. „Ehrenamt ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Menschen schenken ihre Zeit, weil sie anderen helfen wollen – und genau das macht unsere Gesellschaft menschlicher und solidarischer“, sagte er.

Foto: Julie Jager

Dass es die Tafel überhaupt braucht, sei zugleich ein Spiegel gesellschaftlicher Realität. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn niemand auf die Hilfe einer Tafel angewiesen wäre“, so Forster. Doch viele Menschen gerieten durch unterschiedliche Lebenssituationen in Not. „Dann ist es gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die nicht wegschauen, sondern anpacken.“

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Wie viel Organisation und menschliches Fingerspitzengefühl hinter dieser Arbeit steckt, hat der Oberbürgermeister bei einem Besuch an einem Ausgabetag selbst erlebt. „Man sieht an solchen Tagen sehr deutlich, wie viel geleistet wird. Die Ehrenamtlichen sind für viele Menschen eine ganz konkrete Hilfe und oft auch ein Stück Hoffnung“, berichtete er.

Das Frühstück soll dabei nicht als einmalige Geste verstanden werden. Die Stadt kündigte an, den direkten Austausch mit den Helferinnen und Helfern künftig regelmäßig zu pflegen. „Wir wollen regelmäßig mit den Helferinnen und Helfern ins Gespräch kommen und ihnen zeigen, dass wir ihre Arbeit sehen und wissen, welchen großen Dienst sie für unsere Gesellschaft leisten“, so Forster.

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