Foto: Daria Lisova/Tourist-Info

Die Tourist-Info Homburg bleibt für weitere drei Jahre ein Ort, an dem Barrierefreiheit mehr als ein Schlagwort ist. Nach einer erfolgreichen Rezertifizierung darf die Einrichtung das bundesweite Zertifikat „Reisen für Alle“ weiter tragen – eine Bestätigung dafür, dass Service, Zugänglichkeit und Qualität hier auf einem verlässlich hohen Niveau bleiben.

Hinter dem Kennzeichnungssystem steckt ein klarer Gedanke: Wer eine Reise plant, soll schon vorab wissen, ob ein Angebot zu den eigenen Bedürfnissen passt. Geprüft wird deutschlandweit nach einheitlichen Kriterien, die Ergebnisse schaffen Transparenz. So können Gäste besser einschätzen, was sie vor Ort erwartet, bevor sie überhaupt aufbrechen.

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Dass Barrierefreiheit weit mehr Menschen zugutekommt als oft angenommen, betont Christoph Neumann, Leiter des Amtes für Kultur und Tourismus. „Teilhabe darf nicht an Barrieren scheitern. Und Barrierefreiheit kommt nicht nur Menschen mit Behinderungen zugute“, sagt er. Auch Familien mit Kinderwagen, ältere Gäste oder Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen profitierten von durchdacht gestalteten Angeboten.

Die Weichen dafür wurden früh gestellt. Schon beim Bau der Tourist-Info spielte die barrierefreie Gestaltung eine zentrale Rolle. Ein ausgewiesener Behindertenparkplatz gehört ebenso dazu wie breite Zugänge, eine barrierefreie Toilette und eine Induktionsschleife für Menschen mit Hörgeräten. Mit der ersten Zertifizierung im Jahr 2020 kam ein taktiles Bodenleitsystem hinzu, das sehbeeinträchtigten Gästen die Orientierung im Inneren erleichtert.

Entscheidend ist neben der baulichen Ausstattung auch das geschulte Personal. Mitarbeiterin Sieglinde Volz absolvierte bereits 2020 die Qualifizierung „Reisen für Alle – Barrierefreiheit als Qualitäts- und Komfortmerkmal“. Danach begutachtete ein unabhängiger Prüfer die Einrichtung erstmals. Im Sommer dieses Jahres folgte nun die zweite Rezertifizierung – ein Zeichen dafür, dass die Standards nicht nur erreicht, sondern dauerhaft gehalten werden.

Auch über die Räume der Tourist-Info hinaus bleibt das Thema präsent. Stufenfreie Stadtführungen lassen sich beispielsweise anbieten, und nach vorheriger Anmeldung steht eine drahtlose FM-Anlage zur Hörunterstützung bereit. Damit wächst der Anspruch mit, das touristische Angebot der Stadt für möglichst viele Menschen erlebbar zu machen.

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Genau diese Sichtbarkeit ist dem hauptamtlichen Beigeordneten Philipp Scheidweiler wichtig. „´Reisen für Alle´ ist vielen Menschen noch kein Begriff“, räumt er ein. Umso mehr komme es darauf an zu zeigen, dass auch Gäste mit Einschränkungen ihren Aufenthalt selbstbestimmt planen könnten. Die Tourist-Info, so Scheidweiler, sei dabei eine wichtige Anlaufstelle und trage dazu bei, dass sich alle Besucher in Homburg willkommen fühlten.

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