Foto: Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)
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Um 08:45 Uhr am vergangenen Montag erblickte Josie das Licht der Welt – und sorgte damit für einen besonderen Moment am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg. Das Mädchen ist die 1000. Geburt des laufenden Kalenderjahres in der dortigen Frauenklinik. Mit 2.890 Gramm und 53,5 Zentimetern ist Josie wohlauf, ebenso ihre Mutter Diane Lagerin. Beide konnten die Klinik bereits am Nachmittag wieder verlassen.

Die Familie lebt eigentlich im hessischen Biedenkopf, verbringt aber derzeit einige Wochen in einem geräumigen Wohnwagen auf einem Campingplatz in der Region. Der Grund ist beruflicher Natur: Der Familienvater ist aktuell im Saarland im Einsatz. Dorthin kehrte Diane Lagerin nach der Entlassung zurück – zu ihrem Mann und dem drei Jahre alten Bruder von Josie.

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Für die Mutter stand rückblickend fest, dass die Wahl des UKS die richtige war. „Unser Kind am UKS zu entbinden, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, sagt sie. Besonders beeindruckt habe sie, wie geduldig und zuvorkommend das Team mit ihr umgegangen sei – und das ausgerechnet an einem Tag voller Betrieb. Mit einem Augenzwinkern ergänzt sie: „Ich habe direkt nach der Geburt zu meinem Mann gesagt: Wenn wir noch ein drittes Kind bekommen wollen, dann müssen wir zur Entbindung auf jeden Fall wieder nach Homburg.“

Tatsächlich war der Montag alles andere als ruhig. Insgesamt sechs Frauen brachten an diesem Tag ihre Kinder zur Welt, vier davon standen zeitgleich in den Kreißsälen „unter der Geburt“. Dass eines der Neugeborenen die Jubiläumszahl markieren würde, war dem Team bereits bewusst. „Wir wussten zu dem Zeitpunkt bereits, dass eines der Kinder die 1000. Geburt des Jahres werden würde und haben dem mit freudiger Erwartung entgegengefiebert“, berichtet die leitende Oberärztin Prof. Dr. Julia Radosa. Für das Team sei ein solcher Moment jedes Mal ein Grund zur Freude und zum Stolz.

Radosa betreute Josies Geburt gemeinsam mit Fachärztin Nino Shamugia und Hebamme Nadine Fippinger. Zum Abschied gab es für die junge Familie einen bunten Blumenstrauß. Im vergangenen Jahr hatte die Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin unter Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Erich-Franz Solomayer insgesamt 1.296 Geburten verzeichnet.

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Hinter den persönlichen Geschichten steht ein breit aufgestellter medizinischer Rahmen. Die Frauenklinik verfügt über ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe, Level 1. Der Begriff „perinatal“ beschreibt die Phase rund um die Geburt. Charakteristisch für ein solches Zentrum ist das enge Zusammenspiel aller beteiligten Fachdisziplinen – von der Geburtsmedizin über die Anästhesie bis hin zur Neonatologie und Kinderkardiologie.

Da die Frauenklinik Tür an Tür mit der Kinderklinik liegt, deckt sie ein umfassendes Spektrum moderner Geburtsmedizin ab. Besonderen Wert legt das Haus dabei auf einen familienorientierten Ansatz sowie auf die Beratung und Betreuung im hauseigenen Kinderwunschzentrum.

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