Für die Feuerwehr in Oberwürzbach rückt ein lange erwartetes Vorhaben näher an die Umsetzung: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses hat eine erste konkrete Form angenommen. Das mit der Aufgabe betraute Architekturbüro Schaus & Decker aus Sulzbach legte dem Stadt- und Ortsrat sowie den Einsatzkräften die Vorplanungen vor. Vorgesehen ist ein Standort im Bereich der Ommersheimer Straße, auf dem ein funktionaler Bau mit Fahrzeughalle, Sozialtrakt und Schulungsräumen entstehen soll.
Erarbeitet wurden die Anforderungen in einem gemeinsamen Arbeitskreis, in dem Vertreter der Feuerwehr, des Architekturbüros und der Stadtverwaltung an einem Tisch saßen. Ziel war es, die praktischen Bedürfnisse der Einsatzkräfte ebenso einfließen zu lassen wie die organisatorischen Abläufe eines modernen Feuerwehrstandorts. Dieser Ansatz zieht sich durch das gesamte Konzept.
Herzstück des geplanten Gebäudes ist eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge sowie einem weiteren Platz für einen Anhänger. Ergänzt wird sie durch Lagerflächen und eine Werkstatt. Damit die Abläufe rund um die Fahrzeuge möglichst reibungslos funktionieren, soll die Halle von beiden Seiten befahrbar sein.
Ein zweiter Gebäudeteil ist als Sozial- und Funktionsbereich gedacht. Im Erdgeschoss finden Umkleiden, Sanitärräume und die Haustechnik ihren Platz. Darüber hinaus entstehen Schulungsräume für die aktive Wehr und die Jugendfeuerwehr. So soll der Bau nicht nur den Einsatzbetrieb, sondern auch Ausbildung, Übungsdienst und Nachwuchsarbeit tragen.
Auch die Außenflächen spielen in der Vorplanung eine wichtige Rolle. Großflächige Parkmöglichkeiten sollen dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte im Alarmfall geordnet am Gerätehaus eintreffen. Zusätzlich lässt sich auf dem Gelände ein Übungshof einbinden. Bewusst offengehalten wurde zudem die Option einer späteren Erweiterung, um auf einen veränderten Raumbedarf reagieren zu können. Nach derzeitigem Stand rechnet die Stadt mit Kosten von rund sechs Millionen Euro, die in den kommenden Planungsschritten weiter konkretisiert werden.
Für Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ist das Projekt eine Frage der Wertschätzung. „Unsere Feuerwehrleute leisten einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Dafür brauchen sie geeignete Räumlichkeiten und funktionale Abläufe“, erklärte er. Besonders wichtig sei ihm, die Erfahrungen der Einsatzkräfte von Anfang an einzubeziehen und künftige Entwicklungen mitzudenken.
Ortsvorsteherin Dunja Sauer sprach von einem besonderen Tag. „Mit der Zustimmung zur Vorplanung ist ein Meilenstein für den Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses erreicht“, sagte sie und dankte Wehrführung, Löschbezirksführung, Verwaltung sowie den Vertretern aus Orts- und Stadtrat für die lösungsorientierte Zusammenarbeit.
Auch aus den Reihen der Feuerwehr kam deutliche Zustimmung. Wehrführer Jochen Schneider wertete die Entscheidung als „direkte Investition in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“ und als Zeichen der Anerkennung für das Ehrenamt. Löschbezirksführer Marco Schmeltzer sieht darin das Startsignal für ein zukunftssicheres Gebäude: „Wir freuen uns auf eine baldige Umsetzung und den offiziellen Spatenstich.“ Wie es weitergeht, richtet sich nun nach dem weiteren Planungs- und Entscheidungsverfahren, für das Fachplaner beauftragt werden.





















