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Ein ausverkauftes Sportheim, spürbare Vorfreude im Saal und ein Ensemble, das vom ersten Moment an Tempo aufnimmt: Die Theaterabteilung des FSV Jägersburg ist mit ihrer neuen Produktion „Kaviar trifft Currywurst“ erfolgreich in die Frühjahrssaison gestartet. Die Komödie von Winnie Abel erwies sich bereits bei der Premiere als treffsicherer Mix aus Situationskomik, Tempo und pointierten Dialogen.

Schon vor dem ersten Auftritt wurde deutlich, dass dieser Abend kein gewöhnlicher werden würde. Jörg Simon begrüßte das Publikum und richtete den Blick auch auf eine kurzfristige Herausforderung hinter den Kulissen. Eine wichtige Rolle musste krankheitsbedingt umbesetzt werden – statt einer Wirtin stand nun ein Wirt auf der Bühne. Dirk Wilhelm übernahm die Rolle mit nur wenigen Tagen Vorbereitungszeit. Eine Entscheidung, die sich im Verlauf des Abends als Glücksgriff erwies.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Winfried „Friedche“ Wutschke, der seine eher einfache Kneipe über Jahre hinweg als gehobenes Restaurant ausgegeben hat – nicht zuletzt, um an einen Kredit seiner wohlhabenden Cousine zu kommen. Als diese ihren Besuch ankündigt, bleibt ihm kaum Zeit, aus dem rustikalen „Elfried’s Eck“ ein vermeintliches Feinschmeckerlokal zu machen. Der Plan gerät erwartungsgemäß schnell außer Kontrolle.

Was folgt, ist ein Spiel mit immer neuen Wendungen. Unterstützt von seinen Stammgästen und einem gut gemeinten, aber nicht immer hilfreichen Umfeld, versucht Friedche, die Fassade aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig sorgen Gegenspieler und unerwartete Besucher dafür, dass die Situation zunehmend aus dem Ruder läuft. Gerade diese Mischung aus Vorbereitung und Improvisation trägt den Abend – immer wieder entstehen Momente, die sichtbar aus dem Zusammenspiel von Bühne und Publikum heraus entstehen.

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Das Ensemble nutzt diese Dynamik konsequent. Dialoge sitzen, Pointen kommen an, und auch spontane Abweichungen vom Text werden vom Publikum mitgetragen. Immer wieder gibt es Zwischenapplaus, oft direkt aus der Situation heraus. Die Spielfreude ist dabei durchgehend spürbar, ebenso das Vertrauen innerhalb der Gruppe, sich auch auf unvorhersehbare Momente einzulassen.

Am Ende steht eine Premiere, die vor allem durch ihre Leichtigkeit überzeugt. Trotz kurzfristiger Umbesetzung und hohem Tempo wirkt das Stück geschlossen und lebendig. Die Theaterabteilung des FSV Jägersburg zeigt, dass sie auch in dieser Spielzeit wieder auf ein Publikum bauen kann, das genau diese Mischung aus Humor, Tempo und Nähe zur Bühne zu schätzen weiß.

Weitere Aufführungen stehen bereits unmittelbar bevor: Am morgigen Freitag sowie am Samstag wird die Komödie erneut im Sportheim Jägersburg aufgeführt. Für beide Abende sind jeweils Vorstellungen am Abend angesetzt.

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Alle Bilder: Friedel Simon

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