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Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sieht sich in ihren Forderungen nach staatlichem Eingreifen gegen explodierende Spritpreise bestätigt. Die Bundesregierung hat am 11. März 2026 angekündigt, strategische Ölreserven freizugeben und die täglichen Preisänderungen an Tankstellen zu begrenzen – beides Maßnahmen, die Rehlinger in den vergangenen Tagen öffentlich verlangt hatte.

Auslöser der Preisverwerfungen ist der Krieg im Iran, der die internationalen Ölmärkte massiv unter Druck setzt. Die Freigabe der Reserven soll kurzfristig für Entspannung sorgen. „Endlich handelt die Bundeswirtschaftsministerin. Das Freigeben der strategischen Öl-Reserven kann helfen, den Markt zu beruhigen“, erklärte Rehlinger in Saarbrücken.

Doch die Regierungschefin geht in ihrer Kritik deutlich weiter als das, was Berlin bislang auf den Weg gebracht hat. Ihr zentraler Vorwurf richtet sich gegen die Mineralölkonzerne, deren Preispolitik sie als „Abzocke“ bezeichnete. Künftig sollen Tankstellen in Deutschland den Spritpreis nur noch einmal täglich ändern dürfen – eine Regelung, die den aus Rehlingers Sicht unlauteren Wettbewerb zumindest dämpfen soll. Das reiche aber nicht aus: „Das Bundeswirtschaftsministerium ist aber auch darüber hinaus in der Verantwortung, das kartellrechtliche Instrumentarium anzuwenden und gegebenenfalls nachzuschärfen“, forderte sie.

Mit Blick auf die mittelfristige Preisentwicklung lenkte Rehlinger den Fokus auf die geopolitische Dimension der Krise. Entscheidend sei, „dass es schnell zu Klarheit und einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten kommt“. Gleichzeitig formulierte sie deutliche Zweifel an der militärischen Strategie – und adressierte diese vor allem an die Vereinigten Staaten. Es stellten sich viele Fragen nach dem strategischen Ansatz des Einsatzes und dem Plan für die Zeit danach, so die Ministerpräsidentin.

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Ihre Warnung fiel unmissverständlich aus: „Es muss unbedingt vermieden werden, dass der Iran im Chaos versinkt wie etwa der Irak, Afghanistan oder Libyen.“ Damit reiht Rehlinger den aktuellen Konflikt in eine Serie gescheiterter westlicher Militärinterventionen ein und macht deutlich, dass die Spritpreisdebatte für sie weit mehr ist als eine innenpolitische Stellschraube. Ohne eine diplomatische Lösung im Nahen Osten, so der Kern ihrer Botschaft, werden auch nationale Preisbremsen nur Symptome behandeln können.

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