Die Gruppe der Hochschule Kaiserslautern präsentiert das Forschungsprojekt „GOLDEN CORN – Bauen mit Stroh“ auf dem Forum Bois Construction 2026 in Paris.
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Stroh als Baustoff der Zukunft – mit dieser Idee hat die Hochschule Kaiserslautern auf einer der wichtigsten europäischen Fachveranstaltungen für klimafreundliches Bauen Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Beim Forum Bois Construction 2026 im Pariser Grand Palais präsentierten Studierende und Lehrende des Studiengangs Architektur ihr Forschungsprojekt „GOLDEN CORN – Bauen mit Stroh“ und zeigten, wie ein regional verfügbarer, CO₂-bindender Rohstoff seinen Weg in die architektonische Praxis finden kann.

Das Forum Bois Construction gilt als internationaler Treffpunkt für Fachleute aus Praxis, Industrie und Forschung, die sich mit innovativem Bauen aus Holz und biobasierten Materialien beschäftigen. Expertinnen und Experten aus zahlreichen europäischen Ländern kommen dort zusammen, um Entwicklungen und Projekte vorzustellen. Die Hochschule Kaiserslautern war Teil des gemeinsamen Auftritts des „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreislaufeffiziente Rohstoffe stärken“, das am rheinland-pfälzischen Gemeinschaftsstand geförderte Vorhaben und aktuelle Entwicklungen präsentierte.

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Im Panel „what meets the eye“ gab die Delegation aus Kaiserslautern konkrete Einblicke in die praktische Anwendung von Stroh als Baumaterial. Im Mittelpunkt stand dabei auch ein geplantes studentisches Selbstbauprojekt, das den Werkstoff Stroh vom Hörsaal auf die Baustelle bringen soll. Angesiedelt ist das Vorhaben am Lehrgebiet „Nachhaltiges Konstruieren und Entwerfen im Bestand“ von Prof. Sabrina Wirtz.

Die Wurzeln des Projekts reichen ins Wintersemester 2025/26 zurück. Damals analysierten Masterstudierende im Rahmen der Ausstellung „GOLDEN CORN“ bestehende Strohbauten aus dem In- und Ausland – anhand detaillierter Zeichnungen und Modelle. Aus dieser analytischen Arbeit heraus entwickeln sie nun Entwürfe für einen temporären Pavillon im Pfälzer Wald. Das Projekt denkt dabei bewusst über den einzelnen Entwurf hinaus: Unter dem Titel „GOLDEN IDEAS“ erforschen die Studierenden zukunftsweisende Ansätze für einfache, ressourcenschonende Konstruktionen aus Stroh, Holz und Sandstein, die sich sortenrein zurückbauen lassen.

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Der nächste Schritt trägt den Namen „GOLDEN HOUSE“ und zielt darauf ab, das erarbeitete Wissen in die gebaute Umwelt zu übertragen. Langfristig verfolgt die Hochschule damit eine ambitionierte Vision: regionale, biobasierte Baustoffe dauerhaft in der architektonischen Praxis zu verankern – ein Ansatz, den die Beteiligten selbstbewusst als „GOLDEN AGE“ bezeichnen. Dass dieses Konzept auf einer internationalen Bühne wie dem Grand Palais Gehör findet, unterstreicht die wachsende Bedeutung solcher Forschungsansätze weit über die Pfalz hinaus.

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