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Eisige Nächte, nasse Tage und immer wieder Temperaturen um den Gefrierpunkt: Der Winter 2025/26 hat den Straßen in Deutschland deutlich zugesetzt. Nach Einschätzung des ADAC sind die Fahrbahnen stärker geschädigt als in den Vorjahren – mit Folgen vor allem für kommunale Straßen und deren ohnehin angespannte Haushalte.

Besonders problematisch ist aus Sicht des Clubs nicht die anhaltende Kälte, sondern der häufige Wechsel von Frost- und Tauphasen. Wenn das Thermometer immer wieder um 0 Grad schwankt, kann Regen oder Schmelzwasser in bereits vorhandene Risse und andere vorgeschädigte Stellen eindringen. Gefriert dieses Wasser, dehnt es sich aus und sprengt den Asphalt weiter auf. Taut es anschließend, bleiben Hohlräume unter der Oberfläche zurück, die durch den Verkehr nach und nach eingedrückt werden. So entsteht ein Schlagloch, das wiederum neues Wasser aufnimmt – der Schaden wächst mit jeder Witterungsrunde.

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Länger anhaltende Frostperioden ohne häufiges Tauwetter gelten dagegen als vergleichsweise unkritisch. Die ständigen Temperaturwechsel dieses Winters treffen vor allem kommunale Straßen, die vielerorts schon zuvor in keinem guten Zustand waren. Der ADAC rechnet damit, dass die Zahl neuer Schlaglöcher deutlich steigt und die daraus entstehenden Kosten in die Milliarden gehen können.

Um die Verkehrssicherheit kurzfristig zu gewährleisten und größere Substanzschäden zu vermeiden, greifen Straßenbaulastträger häufig zu schnellen Reparaturmethoden. Dazu gehört etwa das Stopfen von Schlaglöchern mit Kaltasphalt. Nach Berechnungen des ADAC können sich die Kosten für die provisorische Instandsetzung eines einzelnen Schlaglochs auf bis zu 200 Euro summieren. Solche Maßnahmen gelten jedoch nur als Übergangslösung, um akute Gefahrenstellen zu entschärfen.

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Langfristig, so die Forderung des Clubs, brauche es ein systematisches Erhaltungsmanagement, um Schäden nachhaltig zu beheben und die Qualität der kommunalen Straßen zu sichern. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023. Demnach weist rund ein Drittel der kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der Investitionsbedarf für Sanierung und Neubau wird dort mit rund 283 Milliarden Euro beziffert.

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Vor diesem Hintergrund dürfte der aktuelle Winter die Lage weiter verschärfen. Die zusätzlichen Frostschäden treffen auf einen bereits erheblichen Sanierungsstau. Klar ist für den ADAC: Die Kombination aus vorgeschädigter Infrastruktur, häufigen Frost-Tau-Wechseln und begrenzten kommunalen Budgets macht die kommenden Jahre für den Straßenunterhalt besonders herausfordernd.

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