Der geschäftsführende Vorstand der Landesschülervertretung - Foto: Landesschülervertretung des Saarlandes

In der saarländischen Schülervertretung steht ein Wechsel an der Spitze an: Johann Weth ist neuer Vorsitzender der Landesschülervertretung des Saarlandes. Er folgt auf Hasan Aljomaa, der das Gremium in den vergangenen Jahren geprägt hat. Die Wahl fand im Rahmen der Landesdelegiertenkonferenz der Landesschülervertretung statt.

Mit der Entscheidung übernehmen Weth und sein Team eine zentrale Rolle in der schulischen und bildungspolitischen Diskussion im Saarland. Als Vorsitzender soll er die Interessen der saarländischen Schülerinnen und Schüler bündeln und in Gespräche mit Politik und Verwaltung einbringen. Die Landesschülervertretung versteht sich dabei als Sprachrohr der Schülerschaft gegenüber dem Bildungsministerium und anderen Entscheidungsträgern.

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Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot betonte anlässlich der Wahl die Bedeutung des Gremiums. „Die Landesschülervertretung ist die zentrale Stimme unserer Schülerinnen und Schüler – sie gibt jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv die Bildung in unserem Land mitzugestalten. Ich gratuliere Johann Weth herzlich zu seiner Wahl zum Vorsitzenden und freue mich auf seine Impulse, um Mitbestimmung an unseren Schulen noch weiter zu stärken“, erklärte sie. Besonders hob sie hervor, wie wichtig die enge Abstimmung zwischen Schülervertretung und Politik sei.

„Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Landesschülervertretung und der Politik: Nur gemeinsam können wir die Perspektiven junger Menschen in Entscheidungen einfließen lassen. Es ist unsere Verantwortung, diesen Dialog zu fördern, die Beteiligung zu stärken und jungen Menschen zu zeigen, dass ihre Meinung zählt und geschätzt wird“, sagte Streichert-Clivot weiter. Zugleich nutzte sie die Gelegenheit, dem bisherigen Vorsitzenden zu danken: „Hasan Aljomaa danke ich sehr für seinen wertvollen und wichtigen Einsatz der letzten Jahre. Sein Engagement zeigt, wie bedeutend die Sichtweise unserer Schülerinnen und Schüler für die Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft ist.“

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Die Landesregierung verweist in diesem Zusammenhang erneut auf den Stellenwert von Mitbestimmung im saarländischen Schulsystem. Mitbestimmung gilt als zentrales Prinzip der saarländischen Bildungspolitik, die demokratische Prozesse bereits im Schulalltag verankern will. Nach Auffassung des Bildungsministeriums beginnt eine lebendige Demokratie in der Schule, und die Landesschülervertretung übernimmt dabei eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Anliegen und Perspektiven junger Menschen sichtbar zu machen.

Das Ministerium für Bildung und Kultur kündigt an, die Zusammenarbeit mit der Landesschülervertretung weiter fortzuführen und zu vertiefen. Es setzt dabei auf einen konstruktiven Austausch mit dem neuen Vorsitzenden. Dem frisch gewählten Vorsitzenden Johann Weth wünscht das Ministerium einen erfolgreichen Start in sein neues Amt und blickt auf die kommenden gemeinsamen Projekte und Diskussionen.