Im Rathaus von Homburg hat kurz vor den Feiertagen ein ganz besonderes Weihnachtsmotiv Einzug gehalten: Die offizielle Grußkarte der Verwaltungsspitze trägt in diesem Jahr die Handschrift einer Achtjährigen. Livia Keller, Schülerin der Grundschule Luitpold, hat den städtischen Malwettbewerb „Weihnachten in Homburg“ gewonnen – und ihr Bild begleitet nun die Weihnachtsgrüße an zahlreiche Adressaten in der Stadt und darüber hinaus.
Die Kreisstadt setzt damit eine noch junge Tradition fort. Nachdem Oberbürgermeister Michael Forster den Wettbewerb im vergangenen Jahr erstmals gestartet hatte, fand die Aktion 2025 zum zweiten Mal statt. Wieder waren die Homburger Grundschulen aufgerufen, Motive für die offizielle Weihnachtskarte der Verwaltungsspitze zu gestalten. Rund 200 Bilder wurden eingereicht, alle von Kindern mit viel Mühe und Fantasie gestaltet. Im Rathaus sorgte die Resonanz erneut für spürbare Begeisterung.
Aus dieser Fülle an Einsendungen wählte eine Jury aus Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel und dem hauptamtlichen Beigeordneten Philipp Scheidweiler das Siegerbild aus. Die Entscheidung sei alles andere als leicht gefallen, betont Forster. „Die Vielfalt und Ausdruckskraft der eingereichten Arbeiten hat uns alle beeindruckt“, sagte der OB. „Kinder sehen Dinge, die wir Erwachsenen manchmal übersehen – ihre Offenheit, ihre Fantasie und ihr Mut zur Farbe sind ein Geschenk. Livia hat mit ihrem Motiv genau diese besondere Perspektive eingefangen.“
Livia überzeugte mit einer detailreichen Darstellung des Nikolausmarktes in Homburg. Auf ihrem Bild sind der Nikolaus, Marktstände und spielende Kinder zu sehen, dazu viele kleine Details, die das Motto „Weihnachten in Homburg“ lebendig werden lassen. Die Szene verbindet kräftige, stimmungsvolle Farben mit einer klaren, kindlichen Sicht auf das vorweihnachtliche Treiben. Genau dieses Zusammenspiel machte das Motiv zur Grundlage der offiziellen Weihnachtskarte, die von Forster, Rippel und Scheidweiler an Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirchen, Vereinen und Gesellschaft verschickt wird.
Passend zum Kinderblick auf das Fest hat die Verwaltungsspitze für den Innentext der Karte ein Zitat des französischen Künstlers Henri Matisse gewählt: „Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen.“ Für Forster bringt dieser Satz den Kern des Wettbewerbs auf den Punkt. „Unsere Weihnachtskarte soll nicht nur Grüße übermitteln, sondern auch zeigen, wie inspirierend doch der Blickwinkel von Kindern sein kann. Sie begegnen ihrer Umwelt mit einer Offenheit, die uns Erwachsene oft daran erinnert, mutiger und unbefangener auf die Dinge zu schauen“, erklärte der Oberbürgermeister.

Der Text im Innern der Karte knüpft daran an und hebt hervor: „Die Kreativität der Kinder erinnert uns daran, wie wertvoll es ist, mit Neugier, Hoffnung und Fantasie auf die Welt zu blicken. Wer die Zukunft mit solchen Augen sieht, kann sie aktiv und zuversichtlich gestalten.“ Mit dieser Botschaft verbinden Forster, Rippel und Scheidweiler ihre Wünsche für die kommenden Wochen und Monate. Sie wünschen allen Empfängern „inspirierende Festtage und einen schwungvollen Start in ein glückliches und gesundes Jahr 2026“.
Für Livia und ihre Klasse endet der Wettbewerb nicht mit der Auswahl des Motivs. Im neuen Jahr wird die junge Künstlerin gemeinsam mit ihren Mitschülern im Rathaus empfangen. Die Verwaltungsspitze möchte die Klasse persönlich begrüßen und damit das Engagement der Kinder sichtbar würdigen. Der Empfang gilt als fester Bestandteil der noch jungen Tradition und macht aus dem Malwettbewerb ein gemeinschaftliches Erlebnis, das weit über die Gestaltung einer Weihnachtskarte hinausreicht.






















