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Welche Homburger Grundschule stellt die schnellsten Schwimmer? Welche Familie ist im Becken unschlagbar? Und welche weiterführende Schule hat die flottesten Wasserathleten der Stadt? Diese Fragen standen am Sonntag erneut im Mittelpunkt der Homburger Schwimm-Stadtmeisterschaften im KOI Bad & Sauna – und sie lockten trotz verlängertem Wochenende 208 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Start. 555 Einzelstarts, mehr als 100 Läufe und ein Hallenbad, das bis auf den letzten Zuschauerplatz gefüllt war: Die Stadtmeisterschaften haben auch in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass der Wassersport in der Kreisstadt quicklebendig ist.

Den Auftakt machten wie gewohnt die jüngsten Jahrgänge. Über 25 Meter traten sie in den Disziplinen Brust, Rücken, Beine mit Brett und Freistil gegeneinander an – lautstark angefeuert von ihren Familien auf der Tribüne. Was dabei zu sehen war, ließ keine Wünsche offen: packende Duelle, Ehrgeiz bis zur letzten Bahn, und Kinder, die mit leuchtenden Augen aus dem Becken stiegen. Wer je gezweifelt hat, ob Wettkampfsport schon im frühen Grundschulalter sinnvoll ist, bekam hier eine klare Antwort.

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Besonders bemerkenswert: Die beiden jüngsten Starter des Tages gehörten dem Jahrgang 2021 an – ein Mädchen und ein Junge, die mit ihrem Mut ins Wettkampfbecken ein starkes Zeichen für die Nachwuchsarbeit in Homburg setzten. Ausgezeichnete Voraussetzungen für die Zukunft des Wassersports in der Kreisstadt.

Für die emotionalsten Momente des Tages sorgten die Staffelwettbewerbe. 39 Familien stellten sich der 4×25-Meter-Freistilstaffel und verwandelten das Hallenbad in eine Arena voller Jubel, Anfeuerungsrufe und echter Leidenschaft. Generationen schwammen hier Seite an Seite – Kinder mit Eltern, Eltern mit Großeltern, Jung mit Alt. Ein Bild, das den besonderen Charakter dieser Stadtmeisterschaften auf den Punkt bringt: Es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern ums gemeinsame Erleben.

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Dass solche Veranstaltungen auch Schulgemeinschaften stärken können, zeigte der Wettbewerb der Grundschulen besonders deutlich. Vor allem die Grundschule Bruchhof ragte heraus: Mit gleich sechs gemeldeten Mannschaften demonstrierte sie eindrucksvoll, wie tief die Schwimmbegeisterung in ihren Reihen verankert ist – und setzte damit ein Ausrufezeichen, das weit über das Becken hinausreicht. Auch die anderen teilnehmenden Grundschulen lieferten sich spannende Rennen und sorgten für einen Grundschulwettbewerb auf hohem Niveau.

Bei den weiterführenden Schulen legte das Gymnasium Johanneum die Messlatte noch einmal höher. Das Team knackte über die 4×25 Meter die symbolträchtige Minutengrenze – ein Leistungsnachweis, der im Hallenbad für Begeisterung sorgte und den ersten Platz bedeutete. Dahinter reihten sich zwei starke Quartette des Saarpfalz-Gymnasiums ein, die dem Siegerteam bis zur letzten Bahn alles abverlangten. Der Wettbewerb der Schulen zeigte einmal mehr, wie wichtig die Verbindung zwischen Sportverein und Schule für die Breitenentwicklung des Schwimmsports ist.

Ehrenamt im Rampenlicht

Abseits der Stoppuhr rückte an diesem Tag ein Thema in den Vordergrund, das bei Großveranstaltungen dieser Art oft zu wenig Beachtung findet: das Ehrenamt. Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer im Hintergrund – als Kampfrichter, Zeitnehmer, Aufbauhelfer oder Ordner – wäre ein Wettkampf mit über 200 Teilnehmern und mehr als 100 Läufen schlicht nicht zu stemmen.

Homburgs Beigeordneter Philipp Scheidweiler würdigte diesen Einsatz ausdrücklich und richtete anerkennende Worte an alle Vereinsmitglieder, die hinter den Kulissen dafür gesorgt haben, dass der Wettkampftag reibungslos ablief. Cheftrainer Niklas Hüther schloss sich dem Dank mit klaren Worten an: „Mein besonderer Dank gilt unserem Trainerteam für die hervorragende Vorbereitung der Teilnehmer sowie allen Helferinnen und Helfern, die dieses Schwimmfest möglich gemacht haben.“

Stadtwerke sorgen für besondere Siegerpreise

Organisiert wurde das Schwimmfest vom Stadtverband für Sport, finanziell unterstützt von den Homburger Stadtwerken. Der Sponsor stattete die Siegerinnen und Sieger mit einem Preis aus, der bestens zum Austragungsort passte und für strahlende Gesichter sorgte: Kuschelige Plüsch-Koifische – in Anlehnung an das KOI Bad & Sauna – wanderten in die Hände der frisch gekürten Champions und sorgten nicht nur bei den Jüngsten für große Freude.

208 Schwimmerinnen und Schwimmer, 555 Einzelstarts, mehr als 100 Läufe – und ein Hallenbad, das den ganzen Tag über keine Langeweile kannte. Die Homburger Schwimm-Stadtmeisterschaften haben auch in diesem Jahr gehalten, was sie versprechen: einen Wettkampftag, bei dem Leistung zählt, Gemeinschaft aber mindestens genauso. Bis zum nächsten Jahr.

Alle Fotos: Friedel Simon

 

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