Die Meistermannschaft von links nach rechts: Daniel Koblenz, Maximilian Weiland, Patrick Weishaar, Leon Kohl, Johannes Klingler. Foto: PBC Jägersburg

Der PBC Jägersburg kehrt zurück auf die große Billardbühne. Mit dem perfekt gemachten Aufstieg in die 2. Pool-Bundesliga wiederholt der Verein seinen historisch größten Erfolg aus der Saison 2021/22 – doch diesmal soll es mehr werden als eine kurze Stippvisite in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

Die Zahlen der abgelaufenen Spielzeit lassen kaum Raum für Zweifel an der Souveränität dieses Titels. Zehn Siege, drei Unentschieden, lediglich eine Niederlage: Am Ende standen 23 Punkte und ein Spielverhältnis von +28 zu Buche. Mit vier Zählern Vorsprung auf den BC Saarbrücken sicherte sich Jägersburg die Meisterschaft – verdient und ohne wackelige Knie auf der Zielgeraden.

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Entschieden wurde der Aufstieg am vergangenen Samstag, ausgerechnet auswärts beim ärgsten Verfolger aus Saarbrücken. Nach einer noch ausgeglichenen Hinrunde drehte das Team in der Rückserie auf und gewann alle vier Begegnungen des Tages. Das ungefährdete 6:2 war zugleich Schlusspunkt einer beeindruckenden Serie und Startschuss für eine ausgelassene Meisterfeier. Zum Aufstiegskader zählen Mannschaftsführer Patrick Weishaar sowie Leon Kohl – bester Spieler der Saison –, Daniel Koblenz, Maximilian Weiland und Johannes Klingler.

Emilio Kuhn (Saarlandmeister u14 in den Disziplinen 8.Ball und 10.Ball)
Foto: PBC Jägersburg

Dass dieser Triumph keineswegs eingeplant war, betont Weishaar mit einer Offenheit, die über das Sportliche hinausreicht. „Dieser Erfolg war in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten. Die Mannschaft ist erst zu Beginn dieser Saison in dieser Konstellation zusammengekommen“, sagt der Kapitän. Mitten in der vergangenen Spielzeit hatte das Team mit dem überraschenden Tod von Wolfgang Birner einen schweren Schicksalsschlag verkraften müssen. „So einen Verlust kann man sportlich kaum auffangen, menschlich ist das gar nicht möglich gewesen. Dass wir trotzdem so stark aufgetreten sind, lag vor allem an der hervorragenden Teamchemie, diese Mannschaft hat sich wirklich gefunden.“

Der Blick richtet sich nun nach vorn – auf eine Liga, in der andere Maßstäbe gelten. „Dort wollen wir uns beweisen und zeigen, dass wir unseren Platz in dieser Liga verdient haben“, kündigt Weishaar an. Auch der erste Vorsitzende Steven Eder ordnet die Leistung als außergewöhnlich ein: „Die Mannschaft hat über die gesamte Saison hinweg herausragend und vor allem konstant gespielt und sich den Aufstieg absolut verdient. Der gesamte Verein ist unglaublich stolz auf die Jungs.“

Mit dem sportlichen Aufstieg wachsen jedoch auch die Anforderungen abseits des grünen Tuchs. Eder verweist auf neue sportliche, organisatorische und finanzielle Aufgaben und kündigt an, gezielt auf die Suche nach weiteren Sponsoren und Unterstützern zu gehen. „Gemeinsam werden wir die Herausforderung 2. Bundesliga angehen.“

Wer sich von der Aufbruchstimmung selbst ein Bild machen möchte, findet in Jägersburg ideale Bedingungen: sechs Tische, ein einladendes Vereinsheim und ein Spielbetrieb, der Generationen verbindet. Jung und Alt treffen sich hier am selben Tisch – und künftig eben mit dem Anspruch der zweithöchsten deutschen Liga im Rücken.

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