Das 50. Homburger Maifest hatte am Wochenende nicht nur Musik, Markt und Feststimmung zu bieten. Eingebettet in das Rahmenprogramm rückte am Samstag auch ein Thema in den Mittelpunkt, das im Alltag jeden betrifft: Sicherheit im Straßenverkehr. In der Talstraße entstand dafür eine Veranstaltungsmeile mit Infoständen, Mitmachangeboten und Aktionen für verschiedene Altersgruppen.
Schon bei der offiziellen Eröffnung des Maifestes hatte Homburgs Kulturbeigeordneter Raimund Konrad auf das umfangreiche Programm verwiesen. Oberbürgermeister Michael Forster griff den Gedanken auf und machte deutlich, dass zum Jubiläumswochenende mehr gehört als das klassische Stadtfest: „Wir haben aber auch im Rahmen des Maifestes noch weitere Veranstaltungen“, sagte Forster und verwies unter anderem auf den saarländischen Tag der Verkehrssicherheit sowie den Auftakt des Stadtradelns in Homburg.
Der Tag der Verkehrssicherheit zeigte dabei ganz praktisch, worum es geht: aufmerksam bleiben, Rücksicht nehmen und die Perspektive anderer Verkehrsteilnehmer besser verstehen. Denn im Straßenverkehr treffen Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Bedürfnissen und Erfahrungen aufeinander – Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, Kinder, Senioren und Nutzer von E-Scootern. Damit das Zusammenspiel funktioniert, braucht es mehr als Regeln. Es braucht Aufmerksamkeit, gegenseitigen Respekt und manchmal auch den kleinen Hinweis, wie schnell eine Situation gefährlich werden kann.
Genau dafür waren die Mitmachangebote gedacht. Besucher konnten unter anderem verschiedene Simulatoren ausprobieren, etwa im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum. Solche Angebote machen eindrucksvoll deutlich, wie stark Reaktionsfähigkeit und Wahrnehmung beeinträchtigt werden können. Auch der richtige Umgang mit dem E-Scooter wurde auf einem Parcours thematisiert. Dazu kamen Beratungsangebote rund um Fahrrad- und Verkehrssicherheit.
Ein weiterer praktischer Baustein war die Möglichkeit, sein Fahrrad vom ADFC Saar codieren zu lassen. Gerade angesichts der wachsenden Bedeutung des Radverkehrs ist das ein Angebot, das für viele Radfahrer interessant war. Für die jüngeren Besucher gab es außerdem eine Bobby-Car-Hauptuntersuchung – ein spielerischer Zugang zu einem Thema, das später im echten Straßenverkehr sehr ernst wird.
Ein wichtiger Hinweis des Tages richtete sich auch auf Sichtbarkeit. Helle Kleidung und reflektierende Elemente können im Straßenverkehr entscheidend sein, besonders in der Dämmerung oder bei schlechter Sicht. Wer früher gesehen wird, ist sicherer unterwegs – eine einfache Botschaft, die dennoch immer wieder neu vermittelt werden muss.
Passend dazu fiel am Samstag auch der Startschuss zum Stadtradeln. Homburg eröffnete damit die bundesweite Aktion für den dreiwöchigen Aktionszeitraum vor Ort. Alle, die in Homburg leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule beziehungsweise Hochschule besuchen, sind eingeladen, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der sportliche Ehrgeiz, sondern vor allem der Gedanke, Alltagswege klimafreundlicher zurückzulegen.
Oberbürgermeister Forster hatte bereits im Vorfeld betont: „Mit dem STADTRADELN setzen wir gemeinsam ein Zeichen für klimafreundliche Mobilität und zeigen zugleich, wie gut sich viele Wege im Alltag mit dem Fahrrad zurücklegen lassen.“ Genau diese Verbindung passte zum Tag der Verkehrssicherheit: Wer mehr Radverkehr will, muss auch über sichere Wege, gegenseitige Rücksicht und ein gutes Miteinander im Verkehr sprechen.
So wurde das Maifest-Wochenende in Homburg nicht nur zum Festwochenende, sondern auch zu einem Anlass, über Mobilität im Alltag nachzudenken. Zwischen Musik, Begegnungen und Stadtfesttrubel setzte der Tag der Verkehrssicherheit ein klares Zeichen: Sicher unterwegs zu sein, ist keine Aufgabe einzelner Gruppen. Es ist eine gemeinsame Verantwortung aller, die sich im Straßenverkehr bewegen.
Alle Bilder: Friedel Simon




































































