Mehr als 400 saarländische Unternehmen haben inzwischen den Sprung gewagt und Fördergelder für ihre digitale Modernisierung erhalten. Wie das in der Praxis aussieht, machte sich Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas nun vor Ort ein Bild: Sie besuchte die CreaTable PorzellanHaus GmbH in Kleinblittersdorf, die ihre Abläufe mithilfe des Landesprogramms DigitalInvest KMU spürbar umgekrempelt hat.
Für die Staatssekretärin ist der Fall des Keramikherstellers ein Musterbeispiel. Digitalisierung sei für kleine und mittlere Betriebe längst kein optionales Zukunftsthema mehr, sondern schlicht die Bedingung, um im Wettbewerb mitzuhalten. „Viele Betriebe investieren mit großem Engagement in neue Technologien und passen ihre Abläufe an die sich wandelnden Anforderungen an“, erklärte sie. Mit DigitalInvest KMU wolle das Land dabei ganz konkret und verlässlich zur Seite stehen.
Das Interesse der heimischen Wirtschaft an diesem Angebot ist beträchtlich. Seit die Antragstellung im Februar 2025 möglich wurde, haben 409 Unternehmen einen Zuwendungsbescheid in der Tasche. Rund 3,8 Millionen Euro an Fördermitteln flossen bislang in die Betriebe. „Die Zahlen zeigen, dass wir mit diesem Programm einen konkreten Bedarf im Mittelstand treffen“, so Yorgova-Ramanauskas. Die Landesregierung kenne die Herausforderungen der Firmen und setze ihre Unterstützung gezielt an.
Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Saarland und begleitet sie bei Investitionen in digitale Prozesse und Technologien. Neben einer Basis-Förderung für grundlegende Vorhaben gibt es eine sogenannte Plus-Förderung für anspruchsvollere Projekte, etwa in den Feldern Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality. Damit knüpft das Land an den Erfolg des Vorgängerprogramms DigitalStarter an, das bereits 2018 an den Start ging.
CreaTable ist die fünfte Station einer ganzen Reihe von Firmenbesuchen, mit denen das Wirtschaftsministerium gelungene Praxisbeispiele ins Rampenlicht rücken und weitere Unternehmen für die Chancen der Digitalisierung gewinnen möchte. Der Betrieb entwickelt und vertreibt seit dem Jahr 2000 Keramikprodukte für den gedeckten Tisch, beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nutzt neben klassischen Handelspartnern zahlreiche digitale Vertriebswege.
Ganz konkret hat CreaTable mit der Landesförderung das Modul Octobus an sein bestehendes webbasiertes Produktinformationsmanagement gekoppelt. Produktdaten lassen sich seither zentral pflegen und effizient über verschiedene Kanäle ausspielen. Das spart analoge Arbeitsschritte, beschleunigt die Abläufe und verschafft dem Unternehmen vor allem in der Bestell- und Lieferkette einen Vorsprung. Zusätzlich setzt der Betrieb derzeit ein KI-gestütztes Marketingsystem um, das bei der Erstellung von Inhalten und der Absatzoptimierung helfen soll.



















