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Vor 40 Jahren begann etwas, das heute selbstverständlich erscheint: 1986 traten die ersten 16 Frauen ihren Dienst bei der saarländischen Schutzpolizei an – als Pionierinnen in einem Beruf, der bis dahin fest in Männerhand lag. An diesen Meilenstein erinnerte die Frauengruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Freitag, dem 4. September 2026, mit einem Festakt im Polizeiareal in der Mainzer Straße.

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Blick zurück auf vier Jahrzehnte, in denen sich die Rolle von Frauen in der Polizei grundlegend gewandelt hat. GdP-Landesvorsitzender Andreas Rinnert und Julia Schweitzer, Vorsitzende der GdP-Frauengruppe, begrüßten mehrere Jubilarinnen des ersten Einstellungsjahrgangs von 1986 persönlich. Ihnen galt besonderer Dank – für ihren Mut in einer Zeit, in der Frauen im Streifendienst noch eine Ausnahme waren.

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Welchen Stellenwert das Jubiläum hat, zeigte sich auch an der Riege der Gäste aus Politik und Behörde. Neben Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Innenminister Reinhold Jost richteten unter anderem Sandra Quinten, innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und selbst Polizistin, sowie Alexandra Besse, Dienststellenleiterin der PI Saarbrücken-Stadt, ihre Grußworte an die Anwesenden. Auch Aline Raber, Landesvorsitzende der GdP Rheinland-Pfalz, und die Jubilarin Katja Müller, Erste Kriminalhauptkommissarin im Ruhestand, waren vor Ort.

Rehlinger nutzte ihre Ansprache, um die Entwicklung in Zahlen zu fassen – und zugleich klarzumachen, dass die Arbeit nicht abgeschlossen ist. „Heute liegt der Frauenanteil im Polizeivollzugsdienst bei gut 32 Prozent, bei den Neueinstellungen 2025 sogar bei über 40 Prozent“, sagte die Ministerpräsidentin. Das sei ein großer Fortschritt, aber „noch lange kein Grund, das Thema Gleichstellung für beendet zu erklären“. Entscheidend sei nun, dass Frauen in allen Bereichen und auf allen Führungsebenen dieselben Chancen erhielten. Wenn sie ihre Stärken einbringen könnten, so Rehlinger, mache das die Polizei insgesamt stärker.

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Andreas Rinnert erinnerte daran, welch weiten Weg seine Kolleginnen zurücklegen mussten. „40 Jahre Frauen in der saarländischen Polizei zeigen, wie viel sich geändert hat“, betonte der Landesvorsitzende. Frauen seien im Polizeiberuf inzwischen glücklicherweise nicht nur selbstverständlich, „sondern unverzichtbar“.

Julia Schweitzer schließlich verband den Rückblick mit einem klaren Auftrag für die kommenden Jahre. Gleichstellung sei kein Selbstläufer und dürfe nicht bei besseren Zahlen und Quoten enden, sondern müsse im beruflichen Alltag spürbar sein. Frauen bräuchten die gleichen Chancen auf Entwicklung, Aufstieg und Führungsverantwortung. Wo das noch nicht der Fall sei, werde die GdP-Frauengruppe Missstände weiterhin benennen und konkrete Verbesserungen einfordern. „Das Jubiläum ist damit nicht nur Anlass, zurückzublicken, sondern vor allem ein Auftrag für die Zukunft“, so Schweitzer.

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