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3.Bauabschnitt für den Hauptsammler Kirrberg bald fertiggestellt – Vollsperrung der Eckstraße in Kirrberg ab dem 18.01.2015

 Aktuell laufen in Homburg-Kirrberg die Bauarbeiten des Entsorgungsverbandes Saar am dritten von fünf Bauabschnitten für den Hauptsammler Kirrberg. Schwerpunkt der Maßnahme, die noch in diesem Quartal abgeschlossen werden soll,  ist der Bau eines Regenüberlaufbeckens.

Das neue Regenüberlaufbecken, in das der EVS rund 2,4 Millionen Euro investiert, hat ein Speichervolumen von 400 Kubikmetern und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Lambsbachs. Das Gewässer profitiert sehr von der Maßnahme, da hier künftig auch bei Starkregen nur noch extrem verdünnte und damit unschädliche Abwässer abgeschlagen werden.

Um einen dazugehörigen Kanalschacht herstellen zu können, muss die Eckstraße ab Montag, 18. Januar für voraussichtlich drei Wochen gesperrt werden. Die hierfür notwendigen Umleitungsstrecken sind ausgeschildert.

Der EVS bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass entsprechend komplexe Baumaßnahmen nicht ohne Verkehrsbeeinträchtigungen zu realisieren sind.

Für Rückfragen steht EVS-Projektleiter Dipl.-Ing. Christoph Wahlen-Krupp, Tel. 0681/5000-287 gerne zur Verfügung.

Hintergrund:

Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden.

Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst in Regenüberlaufbecken gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt – in den Bach gelangt.

Erst nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in den Bach. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch  in den Bach eingetragen wird, über die Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet.

Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser hingegen wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage – hier die Kläranalage Homburg-Beeden – abgegeben.

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