Seit einem Vierteljahrhundert leitet Carola Ulrich die städtische Musikschule Homburg – und am Sonntag, 8. März, bekam sie dafür öffentlich die Anerkennung, die ihr Oberbürgermeister Michael Forster in deutlichen Worten aussprach. Bei einer Matinée in der gut besuchten Aula der Musikschule würdigte er nicht nur die Leiterin persönlich, sondern auch das gesamte Kollegium, den Förderkreis und alle weiteren Unterstützer der Einrichtung.
Anlass des Vormittags war ein Überraschungskonzert, das die Lehrerinnen und Lehrer der Musikschule selbst auf die Bühne brachten. Verschiedene Ensembles zeigten dabei die ganze Bandbreite des musikalischen Angebots – und ernteten nach jedem Beitrag langen Applaus. Dass die Pädagoginnen und Pädagogen nicht nur unterrichten, sondern auch selbst auf hohem Niveau musizieren, wurde an diesem Morgen eindrucksvoll hörbar.
Forster, der gemeinsam mit dem Kulturbeigeordneten Raimund Konrad an der Veranstaltung teilnahm, richtete seinen Dank ausdrücklich an den Förderkreis der Musikschule, die beiden Rotary Clubs Homburg-Saarpfalz und Homburg-Zweibrücken sowie zahlreiche private Unterstützerinnen und Unterstützer. Durch deren Engagement würden Förderpreise vergeben und Projekte realisiert, die aus dem regulären Haushalt allein nicht zu stemmen wären. „Alles das, was hier in der Musikschule geleistet wird, wäre ohne die Lehrerinnen und Lehrer, die nicht nur gute Musikerinnen und Musiker sind, sondern sich auch um die Kinder und Jugendlichen bemühen, nicht möglich. Ganz besonders möchte ich der Leiterin Carola Ulrich für ihren großen Einsatz danken“, betonte der Oberbürgermeister.

Dabei machte Forster auch um die finanzielle Realität der Kreisstadt keinen Bogen. Ausgaben für Kultur oder Sport gelten im kommunalen Haushalt als freiwillige Leistungen und stehen damit bei Sparrunden regelmäßig zur Disposition. Für ihn persönlich seien diese Mittel jedoch keineswegs freiwillig, sondern unverzichtbar, um eine Kreis- und Universitätsstadt wie Homburg lebenswert zu halten. Er sicherte zu, sich dafür einzusetzen, dass Kürzungen in diesem Bereich so gering wie möglich ausfallen.
Eröffnet hatte die Matinée die Vorsitzende des Förderkreises, Johanna Omlor. Sie begrüßte die Gäste und blickte auf ihre eigene Zeit als Schülerin der Musikschule zurück. Heute werde deutlich mehr gemeinsam musiziert als damals, stellte sie fest – und sie sei froh, bis heute Teil dieser Musikschulfamilie zu sein. Ihre Worte gaben dem Vormittag einen persönlichen Rahmen, der über den offiziellen Anlass hinausreichte.

Kurz vor dem letzten Stück des Programms ergriff auch Carola Ulrich selbst das Wort. Im Namen der gesamten Musikschule dankte sie der Stadt, den Clubs und allen privaten Förderinnen und Förderern für deren Unterstützung. Ebenso würdigte sie ihr Team, das die Vorbereitung des Konzerts gestemmt hatte. Dann nutzte sie den Weltfrauentag, der auf diesen 8. März fiel, für eine besondere Geste: Sie rief alle Musikerinnen nach vorn auf die Bühne und überreichte ihnen Blumen.
Nach dem letzten Ton war der Vormittag noch nicht vorbei. Der Förderkreis hatte die Gäste zu einem gemeinsamen Beisammensein eingeladen, bei dem sich die Gespräche zwischen Musikern, Eltern und Unterstützern noch lange fortsetzten. Ein Sonntagmorgen, der zeigte, was eine Musikschule für eine Stadt bedeuten kann – weit über den reinen Unterricht hinaus.



















