Symbolbild

Mit der 1. Fortschreibung des Krankenhausplans 2018-2025 will das Gesundheitsministerium die Krankenhauslandschaft bedarfsgerecht weiterentwickeln. Parallel dazu sollen auch mit Hilfe der Investitionsmittel des Landes zukunftsfähige Strukturen etabliert werden.

„Hierzu zählt neben einer Verbesserung des medizinischen Angebots im Nordsaarland auch die Erhöhung der Intensivkapazitäten in allen Kliniken“, so Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling anlässlich der aktuell laufenden Anhörung der Krankenhausträger. Hintergrund ist die Zielsetzung, eine Zersplitterung des Leistungsangebotes zu vermeiden.

„Eine adäquate und bedarfsgerechte sowie qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten und Patientinnen steht im Vordergrund. Ein wesentlicher Faktor ist aber auch die Ausbildungskapazitäten in den Gesundheitsfachberufen weiter aufzustocken, denn die Situation der Pflege in den Krankenhäusern, das hat auch die Pandemie deutlich gezeigt, muss weiter verbessert werden. Dieses Ziel verfolgen wir weiter und werden dabei auch einen Fokus auf die Intensivpflege legen“, erläutert Kolling.

Dazu ergänzt Kolling: „Die Corona Pandemie hat uns auch gelehrt, dass bei Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten neu gedacht werden muss. Hier muss künftig verstärkt auch der Fokus auf pandemische Situationen gelegt werden.“

Staatssekretär Kolling zeigt auch weitere wesentliche Aufgaben in der Krankenhausplanung auf: „Die Patientenversorgung in Krankenhäusern spielt für eine qualitativ hochwertige und moderne Gesundheitsversorgung eine große Rolle. Die Corona-Pandemie macht hier deutlich, dass in den letzten Jahren zu wenig in die Digitalisierung und in eine moderne technische Ausstattung der Krankenhäuser investiert wurde. Die medizinischen Intensiv- und Beatmungskapazitäten werden erhöht werden. Gleichzeitig wollen wir auch eine Förderung der Ausbildung von Intensivpflegekräften in den Blick nehmen. Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz sollen notwendige Investitionen gefördert werden.“ Insgesamt stehen über 50 Mio. EUR zur Verfügung. Die zunehmende Digitalisierung wird sich zukünftig positiv auf die Krankenhausversorgung auswirken, es können Doppeluntersuchungen vermieden und Patientendaten sauber übertragen werden.

Auch die Versorgung im Nordsaarland ist gesichert. „Mit dem Konzept der Saarland Heilstätten GmbH (SHG) wurde eine optimale Lösung zur Versorgung des Nordsaarlandes gefunden. Das vom Träger geplante innovative Gesundheitsnetzwerk basiert auf ambulanten und stationären Strukturen am Standort Wadern. Dieses Konzept wird nun in Verbindung mit dem Klinikum Merzig konsequent umgesetzt und im Krankenhausplan des Saarlandes berücksichtigt. Der Neubau des ‚SHG-Klinikum Hochwald` in Wadern soll als Dependance des Klinikums Merzig betrieben werden. Hierzu wird das Versorgungsangebot des Klinikums Merzig im Rahmen der Krankenhausplanung zukunftsfähig weiterentwickelt, um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung im Hochwald zu gewähren,“ beschreibt Kolling die aktuelle Situation im Landkreis Merzig-Wadern, nach dem im vergangenen Jahr aufwendig durchgeführten Interessenbekundungsverfahren. „Flankierend wird mit dem geplanten Ersatzneubau des Caritas-Krankenhauses in Lebach ein modernes Krankenhaus angrenzend an das nördliche Saarland zur Verfügung stehen.“

 

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