In den kommenden Tagen landet in vielen Zweibrücker Briefkästen ein Schreiben der Stadtverwaltung, das für zahlreiche Haushalte direkte Folgen haben dürfte. Rund 2.900 Eigentümer und Mieter von Wohnungen in der Stadt werden angeschrieben, weil Zweibrücken seinen Mietspiegel überarbeitet und dafür aktuelle Daten aus dem gesamten Stadtgebiet benötigt.
Der neue Mietspiegel soll bis Mitte des Jahres vorliegen. Damit er ein realistisches Bild der Situation auf dem Wohnungsmarkt abbildet, fragt die Stadt detaillierte Angaben zu vermieteten Wohnungen ab – darunter auch die jeweilige Miethöhe. Grundlage ist ein sogenannter qualifizierter Mietspiegel. Er gilt als wissenschaftlich abgesicherte und differenzierte Übersicht über die in Zweibrücken gezahlten Mieten.
Ein solcher qualifizierter Mietspiegel beantwortet zentrale Fragen: Wie hoch ist die ortsübliche Vergleichsmiete? Welche Merkmale einer Wohnung – etwa Lage, Größe oder Ausstattung – wirken sich auf den Mietpreis aus? Die Ergebnisse dienen als Basis für die Gestaltung von Mieten vor Ort. Gleichzeitig fungiert der Mietspiegel als neutrales und kostenfreies Vergleichsinstrument für Mieter und Eigentümer. Er soll helfen, Streitigkeiten über die Miethöhe zu vermeiden, weil er eine allgemein anerkannte Orientierung bietet.
Aus den erhobenen Daten entsteht neben dem Mietspiegel auch das neue „Schlüssige Konzept“. Dieses Instrument wird benötigt, um die angemessenen Unterkunftskosten für Leistungsbeziehende nach den Sozialgesetzbüchern II und XII zu bestimmen und bei Bedarf anzupassen. Die Ergebnisse der Befragung haben damit nicht nur Bedeutung für private Mietverhältnisse, sondern auch für Menschen, deren Wohnkosten ganz oder teilweise von Sozialleistungsträgern übernommen werden.
Mit der Erstellung des qualifizierten Mietspiegels hat die Stadt Zweibrücken die Hamburger Firma Domus Consult Wirtschaftsberatungsgesellschaft mbH beauftragt. Die Teilnahme an der Befragung ist nach Artikel 238 § 2 EGBGB verpflichtend. Wer angeschrieben wird, entscheidet eine Zufallsstichprobe auf Basis der Adressdaten der Stadt. Nach Angaben der Verwaltung werden dabei alle gesetzlichen Datenschutzvorgaben strikt eingehalten.
Die Stadt Zweibrücken verbindet mit der Aktion die Bitte an alle ausgewählten Personen, den Fragebogen vollständig auszufüllen und zurückzusenden. Die Unterlagen gehen direkt an das beauftragte Unternehmen – entweder portofrei im beiliegenden Rückumschlag oder über eine Online-Eingabe. Nur mit ausreichend Rückmeldungen kann der Mietspiegel wie geplant bis zur Jahresmitte fertiggestellt werden.






















