Drei persönliche Bestzeiten, zwei Finalteilnahmen und ein deutlicher Sprung in der nationalen Rangliste: Die 17-jährige Jolina Schmolt vom Schwimmclub 1926 Homburg hat bei den Deutschen Schwimmmeisterschaften in Berlin ein starkes Zeichen gesetzt. Über drei Wettkampftage hinweg verbesserte sich die Nachwuchsathletin, die für die SSG Saar Max Ritter an den Start ging, auf jeder einzelnen Strecke – und schwamm sich damit in die erweiterte deutsche Spitze.
Den Auftakt machte die Saarlandmeisterin im Schwimmerischen Mehrkampf über 400 Meter Freistil. Auf der Meldeliste noch als 25. geführt, steigerte sich Schmolt im Vorlauf am frühen Nachmittag auf 4:24,85 Minuten und knackte damit ihre bisherige Bestmarke deutlich. Rang 15 bedeutete den souveränen Einzug ins B-Finale. Dort bewies sie, dass die Leistung kein Zufallsprodukt war, und schlug in 4:25,91 Minuten als Siebte an. Im Gesamtklassement reichte das für einen Platz unter den besten 15 Schwimmerinnen Deutschlands auf der Mittelstrecke.
Am zweiten Wettkampftag folgte über 200 Meter Freistil der nächste Auftritt. Von Position 22 der Meldeliste aus gestartet, unterbot Schmolt ihre alte Bestzeit von 2:05,78 Minuten um fast eine halbe Sekunde und qualifizierte sich mit 2:05,29 Minuten als 13. erneut für das B-Finale. Dort kam sie in 2:05,59 Minuten auf Rang acht des kleinen Endlaufs, was im Gesamtfeld Platz 16 ergab. Gegenüber ihrer Meldeposition hatte sie sich damit um sechs Ränge nach vorn gearbeitet.
Auch auf der kürzesten Distanz zeigte die Homburger Schwimmerin eine solide Vorstellung. Über 100 Meter Freistil war sie mit einer Meldezeit von 58,98 Sekunden als 44. gelistet. Im Vorlauf blieb sie mit 59,03 Sekunden nur hauchdünn über ihrer persönlichen Bestmarke, verbesserte sich im Gesamtklassement aber um sieben Positionen auf Rang 37. Auch wenn es hier nicht für ein Finale reichte, unterstrich das Ergebnis ihre Konstanz über alle drei Freistilstrecken hinweg.
Was Schmolts Auftritte in Berlin besonders bemerkenswert macht, ist die Systematik ihrer Steigerungen. Auf keiner einzigen Strecke blieb sie hinter den Erwartungen zurück, auf zweien übertraf sie sich selbst gleich mehrfach innerhalb weniger Stunden. Für den Schwimmnachwuchs aus der Universitätsstadt Homburg sind diese Ergebnisse auf nationaler Bühne ein deutliches Signal: Die 17-Jährige hat den Anschluss an die deutsche Spitze gefunden und dürfte in den kommenden Saisons weiter von sich reden machen.


















