v.l.n.r.: Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza, Oliver Patschula (UK RLP), Billie Jean Paulus (Leitung der SuL Sternenstaub), Jascha Becker (Erzieherin der SuL Sternenstaub), Jörg Klein (Leiter des Jugendamtes), Christian Gauf (Bürgermeister und Dezernent des Jugendamtes) Foto: StadtZW/jj
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Die städtische Spiel- und Lernstube Sternenstaub in Zweibrücken hat den Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland-Pfalz erhalten – eine Auszeichnung, die weit mehr würdigt als ein Dokument im Aktenordner. Über zwei Jahre hinweg hat das Team der Einrichtung ein institutionelles Schutzkonzept erarbeitet, das Kinder in sämtlichen Alltagssituationen absichern soll: innerhalb der Räume, auf dem Außengelände und bei Ausflügen. Neben einer Plakette fließen 500 Euro Preisgeld an die Einrichtung.

Das Besondere an dem Konzept ist laut Unfallkasse, dass Schutzmaßnahmen und Gefährdungsanalyse konsequent miteinander verzahnt wurden. Daraus sei ein praxisnahes System entstanden, das fest im pädagogischen Alltag verankert ist und über rein formale Pflichterfüllung deutlich hinausgeht. Risiken wurden systematisch erfasst, konkrete Handlungsabläufe für das gesamte Team definiert – ein Vorgehen, das anderen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz als Vorbild dienen kann.

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Bürgermeister und Jugenddezernent Christian Gauf ordnete die Leistung bei der Übergabe klar ein: „Die Auszeichnung der Spiel- und Lernstube Sternenstaub würdigt vor allem die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen vor Ort. Mit großem Engagement, hoher Fachlichkeit und viel Sensibilität haben sie ein Schutzkonzept entwickelt, das Kinder stärkt und nachhaltig schützt.“ Die Mitarbeiterinnen hätten einen Ort geschaffen, an dem Kinder nicht nur sicher seien, sondern auch in ihren Rechten ernst genommen würden. „Dieses Ergebnis hat Vorbildcharakter und zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll ihre tägliche Arbeit für unsere Stadt ist“, so Gauf weiter.

Ein zentraler Baustein des Konzepts ist die aktive Beteiligung der Kinder selbst. Rechte, Mitbestimmung und Prävention sind nicht bloß Schlagworte, sondern durchziehen den gesamten pädagogischen Ansatz. Einrichtungsleiterin Billie Jean Paulus formuliert den Anspruch so: „Kinder sollen nicht nur geschützt werden, sondern auch ihre Rechte kennen und sich äußern können.“ Das Team habe sich im Laufe des zweijährigen Entwicklungsprozesses „sensibler, klarer und schützender“ aufgestellt, beschreibt die Einrichtung den eigenen Wandel. Genau diese Haltung macht den Unterschied zwischen einem Papier, das in der Schublade liegt, und einem lebendigen Schutzinstrument.

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Das fertige Schutzkonzept ist öffentlich zugänglich und bewusst so gestaltet, dass es auf andere Einrichtungen übertragbar ist. Es versteht sich als Beitrag zur Weiterentwicklung von Kinderschutz und pädagogischer Qualität im gesamten Bundesland. Bei der Preisübergabe waren neben Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza und Oliver Patschula von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz auch Jugendamtsleiter Jörg Klein sowie Erzieherin Jascha Becker anwesend.

Den Präventionspreis vergibt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz seit 2009 an Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für Sicherheit und Gesundheit engagieren. Teilnahmeberechtigt sind sämtliche Mitglieder der Unfallkasse – von Schulen über Kommunen bis hin zu Hochschulen. Jährlich stehen insgesamt bis zu 20.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung.

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