Foto: FC 08 Homburg

Der FC 08 Homburg muss sich bei seinem Gastspiel in Mainz mit nur einem Punkt zufrieden geben. Die frühe Führung durch Suliman (10.Minute) glich Patrick Dulleck durch Strafstoß in der 78.Minute aus. Es könnte für einige Zeit das letzte Pflichtspiel der Grün-Weißen gewesen sein…

Zum ersten Mal in dieser Saison gab es zu Spielbeginn keine Veränderungen in der Startelf, dennoch fehlte der Mannschaft von Trainer Matthias Mink die Souveränität im Mainzer Bruchwegstadion. Zwar lagen die Spielanteile mehr auf Seiten der Grün-Weißen, doch blieben gefährliche Torraumszenen im ersten Spielabschnitt Mangelware. Einige durchaus schöne Ballstafetten spielten sich mehr im Mittelfeld ab und wenn der FCH in den gefährlichen Bereich kommt, fehlt dem letzten Pass die Präzision. Auch Mainz beteiligt sich kaum an einem konstruktiven Offensivspiel, war aber in einer Situation gedankliche schneller als die Homburger Defensive: in der zehnten Minute vertändelt Luca Plattenhart zwanzig Meter vor dem eigenen Gehäuse an der Außenlinie den Ball. Die Hausherren schalten schnell und Mustapha Suliman veredelt einen tollen Schnittstellenpass in die Tiefe zur Führung der Mainzer. David Salfeld im Tor der Homburger ist machtlos. Die beste Chance auf den Ausgleich hat noch Routinier Philipp Hoffmann, der aber aus spitzen Winkel genau auf den Keeper der 05er zielt. 

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: der FCH mit mehr Spielanteilen, aber ohne nennenswerte Chancen auf den Ausgleich. Mink reagiert und bringt in der 64.Minute Damjan Marceta und Yannik Sommer für die glücklosen Marcel Carl und Loris Weiss. Und Marceta hat kurz nach seiner Einwechslung direkt die riesen Chance: ein weiter Einwurf landet am Fünf-Meter-Eck auf der Brust von Marceta, der aus der Drehung direkt abzieht. Technisch schön anzusehen, aber leider über das gegnerische Gehäuse. Der Ausgleich fällt dann in der 84. Minute durch einen sicher verwandelten Elfmeter von Patrick Dulleck. Dem berechtigten Pfiff vorausgegangen ist ein deutliches Trikotzupfen des Mainzer Paul Nebel an Stefano Maier. Allerdings: in der unmittelbaren Szene davor bleibt ein Mainzer Spieler nach Eckball von Yannik Sommer im Strafraum liegen, der Befreiungsschlag wird von Homburg direkt wieder in den Strafraum gespielt, wo es zum Trikotzupfen kommt. Eine Diskussion über Fairplay sollte dies aber nicht auslösen, da nur wenige Ballkontakte dazwischen liegen und Mainz über die Spielzeit hinweg öfters am Boden liegend auch mächtig Zeit von der Uhr genommen hat. 

Der FCH drängt auf den Sieg, findet aber keine Lücken. Auf der anderen Seite hat Mainz mit dem Schlusspfiff noch die Chance auf den Lucky Punch, kommt aber im Strafraumgewusel nicht richtig zum Abschluss und David Salfeld pariert schlussendlich klasse. Es wäre erst die zweite nennenswerte Aktion der Mainzer gewesen. Die Grün-Weißen werden sich ärgern, war doch allein schon auf Grund des deutlichen Plus an Spielanteilen ein Sieg drin gewesen, zumal auch die Konkurrenz auf den vorderen Plätzen Federn lassen musste. So bleibt es in der Tabelle beim Alten, der FCH steht – punktgleich mit Elversberg und drei Punkten Rückstand zur Spitze – auf dem vierten Platz. Tabellenführer Freiburg hat allerdings noch ein Spiel nachzuholen.

In der Regionalliga Südwest könnte es zudem für lange Zeit das letzte Spiel gewesen sein. Der Spieltag unter der Woche wurde schon am Wochenende abgesagt. In den kommenden Tagen soll geklärt werden, ob und wie es für den Regionalliga-Fussball weitergeht. Die Problematik liegt hier in der Grenze zwischen Amateur-Fussball und Profi-Sport, in der sich die 4.Spielklasse in Deutschland bewegt. Seit dem 2.November dürfen Profisportveranstaltungen ohne Zuschauer weiterhin stattfinden, Amateursportbetrieb in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist aber untersagt. Nach Beschlusslage der Gremien der Regionalliga Südwest ist eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Liga nur dann möglich, wenn die Genehmigung zum Trainings- und Spielbetrieb aller vier Bundesländer (Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) vorliegt.

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