Saarbrücken (ots) – Zum Tag des Artenschutzes am 3. März erinnert das Hauptzollamt Saarbrücken an die Bedeutung konsequenter Kontrollen im Reiseverkehr. Der Zoll sieht den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten als zentrale Aufgabe und als wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ein Beispiel dafür ist ein Aufgriff Ende September 2025 am Flughafen Saarbrücken im Rahmen von Artenschutzkontrollen.
Damals fiel einem Kontrollteam bei der Einreise eines 47-jährigen türkischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Frankreich das Verhalten des Mannes im Kontrollbereich auf. Obwohl er aus der Türkei kommend den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren nutzte, entschieden sich die Beamten für eine genauere Überprüfung.
Die Gepäckstücke des Reisenden wurden zunächst per Röntgentechnik kontrolliert. Auf den Aufnahmen waren mehrere Schmuckschatullen zu erkennen, woraufhin der Mann sein Gepäck öffnen musste. Die Beamten stellten drei Ketten aus Elfenbein sicher, dazu verschiedene Ersatzglieder und ein Eckstück, ebenfalls aus Elfenbein.
Der Reisende erklärte, die Schmuckstücke zu Präsentationszwecken mitzuführen. Belege für eine rechtmäßige Herkunft oder artenschutzrechtliche Dokumente legte er nicht vor. Da Elfenbein als streng geschütztes Material unter das Bundesnaturschutzgesetz und das internationale Artenschutzabkommen CITES fällt, leitete der Zoll ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ein. Die Gegenstände wurden sichergestellt, zudem wurde eine Sicherheitsleistung erhoben.
Karin Schmidt, Pressesprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken, unterstreicht die Bedeutung solcher Maßnahmen: „Meine Kolleginnen und Kollegen leisten einen aktiven Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Elfenbein steht für eine der am strengsten geschützten natürlichen Ressource unserer Welt. Jeder Aufgriff verdeutlicht, wie unverzichtbar die konsequente Arbeit des Zolls für den Fortbestand bedrohter Arten ist.“
Der illegale Handel mit Elfenbein gilt als wesentlicher Faktor für die Gefährdung der Elefantenpopulationen und wird daher streng verfolgt. Reisende sollten sich vor Auslandsreisen über die geltenden Einfuhrbestimmungen informieren. Informationen dazu stehen im Internet unter www.zoll.de und www.artenschutz-online.de bereit.
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