
Von einem Schulprojekt zum Vizeweltmeistertitel im Cheerleading – die Flying Bulls der Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Haspelstraße haben eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die jetzt auch die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot zu einem persönlichen Besuch bewog. Vor Ort gratulierte sie dem jungen Team und versprach, die nächste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft aus ihrem Haus finanziell zu fördern.
Bei der ICU World School Cheerleading Championship im US-amerikanischen Orlando, einem der bedeutendsten internationalen Schulwettbewerbe in dieser Sportart, holten die Schülerinnen in der Kategorie Junior Varsity Non-Tumbling den zweiten Platz. Nur die leistungsstärksten Schulteams weltweit schaffen es überhaupt in dieses Teilnehmerfeld. Dass eine Mannschaft aus dem Saarland dort auf dem Treppchen steht, ist alles andere als selbstverständlich.
Die Ministerin fand bei ihrem Besuch deutliche Worte der Anerkennung: „Hinter diesem Vizeweltmeistertitel stehen unzählige Trainingsstunden, viel Disziplin, großer Ehrgeiz und vor allem ein unglaublicher Teamgeist.“ Die Cheerleaderinnen hätten bewiesen, dass aus einem Schulprojekt etwas Großes entstehen könne, wenn man an sich glaube und zusammenhalte. „Ihr seid nicht nur Vizeweltmeisterinnen, sondern auch ein großartiges Vorbild für viele andere junge Menschen“, so Streichert-Clivot.
Gegründet wurden die Flying Bulls erst 2022. Was als Angebot innerhalb der Schule begann, entwickelte sich rasch zu einer ernstzunehmenden Wettkampfformation. Heute zählt das Team zwischen 25 und 35 Mitglieder im Alter von 12 bis 15 Jahren. Trainiert wird zwei- bis dreimal wöchentlich in den Schulpausen, vor Wettkämpfen kommen zusätzliche Einheiten außerhalb des Unterrichts hinzu. Neben dem sportlichen Engagement bringen sich die Schülerinnen auch in weitere Schulprojekte ein und vertreten ihre Gemeinschaftsschule bei verschiedenen Anlässen.
Der Weg nach Orlando führte über nationale Erfolge. 2024 gewannen die Flying Bulls Gold bei der School Stage des CCVD, ein Jahr später verteidigten sie den Titel und sicherten sich damit die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Florida. Dieser steile Aufstieg innerhalb von nur drei Jahren unterstreicht, wie konsequent das Team an seiner Entwicklung gearbeitet hat.
Finanziell war die Reise in die USA eine erhebliche Herausforderung. Fördervereine, lokale Unternehmen, Eltern und zahlreiche Privatpersonen trugen gemeinsam dazu bei, den Trip zu ermöglichen. Streichert-Clivot hob dieses Engagement ausdrücklich hervor: „Ein solches Engagement ist ein Zeichen regionalen Zusammenhalts, der uns Saarländerinnen und Saarländer auszeichnet.“ Sie verband das Lob mit einem konkreten Versprechen – bei der nächsten Weltmeisterschaft werde auch das Bildungsministerium einen finanziellen Beitrag leisten. Ihr Ziel formulierte die Ministerin dabei mit einem Augenzwinkern in Richtung der Schülerinnen: „Denn als Nächstes steht der Weltmeistertitel an.“




















