Die Sankt-Michael-Straße mit dem Ilmenauer-Platz
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Im Jahr 2024 soll Homburg durch das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZiZ) eine in vielen Teilen bemerkenswerte Verwandlung erleben. Getragen von der Vision des Amtes für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing und den Impulsen aus der Bevölkerung, soll die Stadt zu einem lebendigen und einladenden Ort werden, für Bewohner und Besucher.

Bereits seit vielen Monaten profitiert die Stadt vom Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“(ZIZ). Hier hatte man sich im Februar 2022 um Fördergelder bemüht, mit Erfolg. Gerade erst feiert der “Concept Store” in der Innenstadt sein einjähriges Jubiläum (wir berichteten). Auch er ist Teil des Gesamtkonzepts und bereits jetzt ein Erfolg. Doch damit ist man in Homburg noch lange nicht am Ende mit Veränderungen.

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Jeder hat doch so seine persönliche Vorstellung, was man in einer Innenstadt anders haben möchte, was man dringend bräuchte und wie man seine Umgebung künftig sehen will. Um hier transparent zu arbeiten, hatte das Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing unlängst zu einer öffentlichen Bürgerbeteiligung aufgerufen. Innerhalb einer Projekt-Werkstatt im Rahmen des ZIZ-Programms wurden durch Bürger, Vereine und die Verantwortlichen viele Ideen gesammelt, die nun ausgewertet wurden.

Die Leitfragen waren wie folgt:

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  1. An welchen Standorten (Plätze, Gebäude, Straßenräume) sehen Sie Handlungsbedarf?
  2. Was sind die Schwächen des Standortes?
  3. Wo sehen Sie die Stärken bzw. die Potenziale des Standortes?
  4. Welche Ideen haben Sie für die Verbesserung der Nutzung oder der Gestaltung?

Am heutigen Montag wurden die Ergebnisse von der beauftragten Planungsfirma WSW & Partner GmbH im “Concept Store” vorgestellt. Sowohl Frau Schwarz als auch Frau Kaiser gingen dabei tief in die Details und verdeutlichten, wohin die Reise 2024 in Homburg geht. Alles dreht sich um das erarbeitete Standort- und Umfeldkonzept.

Geeinigt hat man sich auf Veränderungen innerhalb bestimmter Gebiete.

Dazu gehört:

  • der Christian-Weber-Platz
  • die Talstraße
  • die Sankt-Michael-Straße mit dem Ilmenauer Platz
  • der Marktplatz
  • der La-Baule-Platz
  • die Eisenbahnstraße

Für genau diese Plätze und Gegenden wurden Handlungsempfehlungen und Maßnahmenvorschläge erarbeitet

Ein zentraler Punkt dieser Neugestaltung ist der Christian-Weber-Platz, der in einen mobilen Spielplatz mit Elementen von „Erfrischung im Grünen“ umgewandelt wird.

Die Idee: Verschiedene Spielmöglichkeiten für einen temporären Spielplatz oder temporäre Sportfelder. Zusätzlich werden Sitzgelegenheiten integriert. Eine Kombination der Spielmöglichkeiten mit Geocaching-Stationen ist möglich. Geocaching meint dabei das Aufstellen von verschiedenen Boxen, in deren Innern Rätsel zu finden sind.

Die Elemente: Spielhaus, Spielgeräte, mobiler Wasserspielplatz, Mobiler Hochseilgarten, temporäre Sportfelder, Kuk-Kuk-Boxen, Geocaching-Stationen

Die Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Eltern

Die Ideen aus „Erfrischung im Grünen“: Sitzmöglichkeiten mit integriertem Garten in Kombination mit weiteren temporären und mobilen Sitzgelegenheiten, wie bspw. fahrende grüne Oase zur Verbesserung des Stadtklimas, mobiler Brunnen (kein Trinkwasser)

Die Zielgruppe: Alle Altersgruppen

Ergänzungen von Bürgern: Vorführungen für Familien (Seifenblasenvorführung, Zauberkünstler), Skater-Kurse (oder ähnlich), Mobiler Spieltisch (Backgammon, Mensch ärgere dich nicht, Schach…)

Der Christian-Weber-Platz soll so zu einem beliebten Treffpunkt für Menschen jeden Alters werden. Die Idee ist, einen Raum der Freude und des Miteinanders zu schaffen, wo Familien und Freunde gemeinsame Zeit verbringen können.

Der Marktplatz von Homburg wird sich in ein „öffentliches Wohnzimmer“ verwandeln.

Der Historische Marktplatz in Homburg – Foto: Stephan Bonaventura

Die Idee: Verschiedene Sitz- und Liegemöglichkeiten zum Entspannen in Kombination mit einem öffentlichen WLAN-Hotspot.

Die Elemente: Mobile Sitzgelegenheiten, Relaxmöbel aus Polyethylen, Pflanzkübel, WLAN-Hotspot, ggf. Bücherschrank

Die Zielgruppe: Alle Altersgruppen

Ergänzungen von Bürgern: Historische Info-Tafeln, Mobiler Spieltisch

Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, der ohne Konsumzwang zum Verweilen einlädt und gleichzeitig das soziale Leben in der Stadt fördert.

Eine weitere bedeutende Änderung ist die Transformation des Ilmenauer Platzes mit der St. Michaelstraße in eine kleine schöne Sommeroase.

Die Idee: Bereich in einer Straße oder auf einem Platz in der Nähe von Cafés, etc. Der Boden kann mit einer Holzterrasse bzw. Kunstrasen ausgelegt werden. Sonnensegel können nicht nur Schatten bieten, sondern auch durch verschiedene Formen und Farben spannend für Kinder sein und eine Stadt bunter gestalten. Zur weiteren Abkühlung können mobile „Sprühnebelanlagen auf Knopfdruck“ installiert werden.

Die Elemente: Liegestühle, Sonnenschirme, Pflanzkübel, Picknicktische, Sonnensegel, Sprühnebelanlagen

Die Zielgruppe: Alle Altersgruppen

Ergänzungen von Bürgern: Mobiler Spieltisch

Mit Kunstrasen, Liegestühlen und bunten Sonnensegeln entsteht hier also eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung. Mobile Sprühnebelanlagen sorgen für angenehme Kühle, und Pflanzkübel sowie Picknick-Tische laden zum gemütlichen Beisammensein ein.

Um die Orientierung in der neu gestalteten Stadt zu erleichtern, wurde ein umfassendes Leitsystem erarbeitet. Dieses System soll nicht nur die verschiedenen Gegenden miteinander verbinden, sondern auch den Weg zu den neuen Attraktionen weisen.

Ein entscheidender Faktor für die Umsetzung dieser Projekte ist natürlich die Finanzierung. Für das Jahr 2024 steht ein Budget von 180.000 Euro zur Verfügung. Dieses Budget wird dazu verwendet, die angesprochenen Projekte und Aktionen zu finanzieren, die das Stadtbild bereichern und die lokale Kultur beleben sollen.

Wichtig ist in der Vorstellung, dass es sich bei allen Maßnahmen um temporäre und mobile Aktionen handeln wird. Temporär bedeutet, dass die Maßnahmen zu wahrscheinlich unterschiedlichen Zeiten in etwa in den Monaten April bis Oktober stattfinden sollen. Mobil bedeutet, dass Elemente bewegt werden können und entsprechend morgens aufgebaut und abends abgebaut werden können.

Trotz der Herausforderungen, die solche ambitionierten Projekte mit sich bringen, zeigt sich Homburg flexibel und dynamisch. Das Jahr 2024 verspricht somit, ein wahrer Meilenstein in der Stadtentwicklung Homburgs zu werden. Die Projekte sind jedenfalls mehr als nur kosmetische Veränderungen. Sie sind Teil eines umfassenden Plans, der Homburg in einen lebendigen und einladenden Ort verwandeln soll. Das InnenstadtLabor arbeitet – freuen wir uns auf die nächsten Umsetzungen.

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