Stechmücken, Müllberge, Starkregen: Der Klimawandel zeigt sich längst nicht mehr nur in fernen Statistiken, sondern im ganz konkreten Alltag. Genau hier setzt die Volkshochschule St. Ingbert an. Im September lädt sie zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen ein, die sich dem Thema Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern. Der Eintritt kostet dabei nichts.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 2. September, um 18 Uhr ein Vortrag mit medizinischem Schwerpunkt. In der Rohrbacher Mühle in der Mühlstraße 36 spricht Dr. med. Franziska Roth über den Einfluss des Klimawandels auf sogenannte vektorübertragene Infektionskrankheiten. Die Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes erklärt, wie steigende Temperaturen und veränderte Niederschläge die Lebensräume von Mücken verschieben. Damit rücken auch Erreger näher, die bislang eher in anderen Weltregionen verbreitet waren. Ihr Ziel ist es, ein komplexes Thema verständlich einzuordnen, das viele Menschen unterschätzen dürften.
Eine Woche später, am Donnerstag, 10. September, wird es deutlich bodenständiger. Arno Meyer von der Initiative cleanup Saarland widmet sich um 18 Uhr im Kulturhaus in der Annastraße 30 der Frage, warum Abfall im öffentlichen Raum kein reiner Zufall ist. Sein Vortrag verzichtet auf das übliche Fingerzeigen und stellt stattdessen unbequeme Fragen. Wirft ein Raucher die Kippe wirklich gedankenlos weg? Und ist ein öffentlicher Mülleimer womöglich Teil des Problems statt der Lösung? Meyer plädiert dafür, gewohnte Denkmuster neu zu sortieren.

Wer sich für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe interessiert, kommt am Samstag, 19. September, auf seine Kosten. Zwischen 10 und 12 Uhr öffnet der Ortsverband St. Ingbert des Technischen Hilfswerks seine Tore in der Oststraße 10. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geben Einblicke in ihre Arbeit, von der technischen Hilfeleistung bei Unwettern bis zur Unterstützung von Feuerwehr und Polizei bei Großschadenslagen. Vorgestellt werden zudem die Einheiten und die Technik vor Ort sowie die Möglichkeiten, sich selbst einzubringen.
Den Abschluss bildet am Mittwoch, 30. September, um 18 Uhr erneut ein Vortrag im Kulturhaus. Der Gewässerexperte Adam Schmitt beleuchtet, wie Klimawandel und Fehler in der Wasserwirtschaft zu Dürren, Überflutungen und ökologischen Schäden führen. Er stellt Konzepte wie die sogenannte Schwammstadt und natürliche Formen der Klimaanpassung vor und benennt dabei auch planerische Versäumnisse der Vergangenheit.
Alle Veranstaltungen werden von der Stiftung Kultur und Umwelt der Kreissparkasse Saarpfalz gefördert und sind deshalb kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist allerdings erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt Frank Ehrmantraut telefonisch unter 06894 13-726 oder per E-Mail an vhs@st-ingbert.de. Sämtliche Termine finden sich zudem online unter www.vhs-igb.de.






















