Archivbild - Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind - Bild Stephan Bonaventura

Vor dem Landgericht Saarbrücken wurde der derzeit suspendierte Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind in dieser Woche zur Zahlung einer Geldstrafe von 10.800 Euro wegen Untreue rund um die „Detektiv-Affaire“ verurteilt.

OB Schneidewind in seiner Stellungnahme:

„Durch das neue Urteil des Landgerichts bin ich zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies ist eine deutlich geringere Strafe, als in dem vom Bundesgerichtshof aufgehobenen ersten Urteil. Für die Fehler, die ich begangen und die Kosten, die ich verursacht habe, bitte ich die Homburgerinnen und Homburger nochmals um Entschuldigung. Es war nicht meine Absicht der Stadt Homburg Schaden zuzufügen. Ich wollte Schaden von der Stadt abwenden, indem ich den mir gegenüber von verschiedener Seite mehrfach geäußerten Verdacht von unrechtmäßigem Handeln nachgehen wollte.

Ich weiß, dass ich die Kosten deutlich unterschätzt habe und eine frühere Kündigung des Vertrages in jedem Fall Kosten vermieden hätte. Nach wie vor bin ich bereit, die aufgrund der zu späten Kündigung des Vertrages entstandenen Kosten zu tragen. Meine Zusage, im Falle einer Einigung mit dem Stadtrat und der Versicherung der Stadt persönlich knapp 81.000,- € zu bezahlen, gilt weiterhin. Das Landgericht bezifferte in dem neuen Urteil den Schaden auf 72.920,- €. Die Zusage gilt unabhängig von der Rechtskraft des Urteils und unabhängig von dem vom Landgericht niedrigeren bezifferten Schaden. Stimmt der Stadtrat dem Vergleich zu, wären damit alle zivilrechtlichen Verfahren erledigt.

Das neue Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig. Da die Staatsanwaltschaft über die Presse bereits mitgeteilt hat, Revision gegen das Urteil einzulegen und das Urteil zu prüfen, habe ich mich nach Rücksprache mit meinem Anwalt dazu entschieden, dies auch zu tun, um meine Rechte im Verfahren weiter wahren zu können.

Die letzten beiden Jahre waren für mich sehr schwierig und ich bedanke mich bei denen, die mir in dieser Zeit Halt gegeben haben, insbesondere bei meiner Familie und bei meinem Freundeskreis. Zudem nenne ich insbesondere auch die Homburger SPD. Vielen Dank dafür!“

 

 

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