Wie sichtbar sind saarländische Ministerien, Parteien und Institutionen in den sozialen Netzwerken – und wie kommen ihre Inhalte an? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das aktuelle Social Media Briefing der Union Stiftung für Januar 2026, das am 3. Februar 2026 in Saarbrücken vorgestellt wurde. Das monatliche Format nimmt die Aktivitäten aus dem Saarland auf Facebook, Instagram und LinkedIn unter die Lupe und zeigt, wer im Netz besonders häufig geklickt, geliked und geteilt wird.
Im Mittelpunkt des Briefings stehen die Online-Auftritte saarländischer Politiker, Kommunen und politischer Einrichtungen. Analysiert werden vor allem Reichweiten, Engagement-Raten und der kommunikative Stil der Beiträge. Die Union Stiftung will damit sichtbar machen, wie politische Akteure im Land digitale Kanäle nutzen, um ihre Themen zu setzen und mit der eigenen Community in Kontakt zu treten.
Als besonders auffälliger Akteur auf Facebook wird im Januar 2026 das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport genannt. Das Haus konnte seine Interaktionszahlen deutlich steigern: Die Likes legten von 980 im Dezember auf rund 2.100 im Januar zu. Das Ministerium setzte dabei auf zahlreiche Beiträge zu Sicherheit, Ordnung, Bauen und Sport und knüpfte damit an Themen an, die im Alltag vieler Menschen eine Rolle spielen. Vor allem Posts zu Einsätzen von Rettungs- und Sicherheitskräften sowie zu aktuellen Gefahrenlagen erzielten hohe Resonanz, weil sie genau in Momenten veröffentlicht wurden, in denen der Informationsbedarf besonders groß war.
Auf Instagram rückt das Briefing den Kanal des saarländischen Ministeriums für Bildung und Kultur in den Blick. Der Account verzeichnete im Januar etwa 9.000 Likes und wächst damit auf hohem Niveau weiter. Auffällig ist die starke Präsenz von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, die auf vielen Cover-Bildern zu sehen ist und in Statement-Reels selbst zu Wort kommt. Dadurch erhält der Kanal ein klares Gesicht und eine erkennbare Stimme, was die Nähe zur Community stärkt. Inhalte wie die Verleihung der Einstellungsurkunden für 157 angehende Lehrkräfte verbinden persönliche Anerkennung mit dem Zukunftsthema Bildung und lösen nach Angaben des Briefings besonders viele Reaktionen aus.
Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche politische Kommunikation auf Instagram liefert die Satire-Partei „Die Partei“. Sie erzielte im Januar eine hohe Interaktionsrate, vor allem durch Inhalte, die sich leicht teilen lassen. Mehr als 4.500 Reaktionen zeigen, dass die Posts häufig weitergeleitet werden. Die Beiträge funktionieren ähnlich wie Memes: Sie sind schnell zu erfassen, pointiert und eignen sich zum Weiterleiten in Chats und Stories. Unterstützt wird dieser Effekt durch einheitliche Plakat-Templates, die für einen hohen Wiedererkennungswert des Accounts sorgen.
Das vollständige Social Media Briefing für Januar 2026 steht kostenlos online zur Verfügung. Interessierte finden die Auswertung auf der Internetseite der Union Stiftung unter www.unionstiftung.de/briefing Dort sind die detaillierten Analysen zu den einzelnen Kanälen und Akteuren abrufbar.




















