
Wie alltagstauglich sind Elektroautos wirklich, wo liegen ihre Grenzen – und rechnet sich das Ganze am Ende auch finanziell? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Wissenschaftsforum des MINT-Campus Alte Schmelz e. V., das am Donnerstag, 19. Februar 2026, in St. Ingbert stattfindet. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag, der die Elektromobilität nüchtern aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten soll.
Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Organisiert wird sie im Rahmen der laufenden Vortragsreihe des MINT-Campus. Der Abend ist als Hybridformat angelegt: Interessierte können entweder vor Ort im SFTZ-Gebäude des MINT-Campus in der Alten Schmelz, Saarbrücker Str. 38e, 66386 St. Ingbert, dabei sein oder sich online zuschalten. Die Teilnahme ist in beiden Fällen kostenlos. Für den Besuch vor Ort wird um eine Anmeldung per E-Mail gebeten. Der Onlinezugang ist über den Link t1p.de/Wissenschaftsforum möglich.
Referent des Abends ist Prof. Dr.-Ing. Daniel Görges von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU). Er hat dort den Lehrstuhl für Elektromobilität im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik inne. In seinem Vortrag mit dem Titel „Elektromobilität – nachhaltig, alltagstauglich, wirtschaftlich?“ geht es um Chancen und Grenzen der Technologie. Elektrofahrzeuge gelten als wichtiger Baustein für eine umweltschonende Mobilität, weil sie mit erneuerbaren Energien betrieben werden können, vor Ort keine Treibhausgas- und Schadstoffemissionen ausstoßen und nur geringe Geräuschemissionen verursachen. Zudem können sie als mobile Energiespeicher die Energiewende unterstützen.
Gleichzeitig greift der Vortrag die verbreiteten Vorbehalte auf. Verunsicherung gibt es etwa bei der Frage nach der Nachhaltigkeit, insbesondere wegen der Verwendung kritischer Rohstoffe für Batterien. Auch die Alltagstauglichkeit steht immer wieder in der Diskussion – Stichworte sind begrenzte Reichweiten, benötigte Ladezeiten und eingeschränkte Lademöglichkeiten. Hinzu kommen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit, vor allem mit Blick auf die Anschaffungskosten. Der Vortrag soll diese Aspekte aus wissenschaftlicher Perspektive einordnen, den aktuellen Stand von Forschung und Technik darstellen und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen geben. Dabei wird aufgezeigt, dass Elektrofahrzeuge bereits heute in vielen Fällen nachhaltig, alltagstauglich und wirtschaftlich sein können.
Daniel Görges hat Informationstechnik an der Technischen Universität Kaiserslautern studiert und dort 2011 im Bereich Regelungstheorie promoviert. Anschließend war er als Postdoktorand und Juniorprofessor an der TU Kaiserslautern tätig, zudem als wissenschaftlicher Forschungsgruppenleiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Seit 2021 lehrt und forscht er als Professor für Elektromobilität an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Seine Schwerpunkte liegen bei Methoden der Regelungstechnik und des maschinellen Lernens sowie deren Anwendungen in Fahrzeugtechnik, Energietechnik, Mechatronik und Robotik.
Ein besonderer Fokus seiner Arbeit liegt auf Konzepten für Energie- und Thermomanagement sowie auf assistiertem, automatisiertem und vernetztem Fahren. Aus seinen Forschungsaktivitäten sind bislang mehr als 170 Publikationen hervorgegangen. Darüber hinaus ist Görges seit 2021 Vorsitzender des VDI/VDE-GMA-Fachausschusses 2.15 „Grundlagen vernetzter und lernender Systeme“, stellvertretender Vorsitzender des VDI/VDE-GMA-Fachbereichs 2 „Methodik der Automatisierungstechnik“ und stellvertretender Sprecher des Zentrums für Nutzfahrzeugtechnologie (ZNT) der RPTU. Weitere Informationen zu seinen Forschungs- und Lehrtätigkeiten sind unter eit.rptu.de/fgs/em abrufbar.
Koordiniert wird das Wissenschaftsforum von Prof. Dr. Horst Altgeld. Kontakt für Rückfragen und Anmeldungen zur Präsenzteilnahme ist per E-Mail an horst.altgeld@mintcampus.de möglich.




















