Helene Häberle Foto: Gaby Höss

Rund 33.000 Operationen pro Jahr, verteilt auf 37 OP-Säle und sieben Eingriffsräume: Der operative Betrieb am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg gleicht einem präzise getakteten Uhrwerk. Elf Fachkliniken teilen sich diese Kapazitäten, die sich über acht verschiedene Standorte erstrecken – ein Erbe der über Jahrzehnte gewachsenen Campus-Struktur. Die Verantwortung für dieses komplexe Gefüge liegt seit dem 1. Juli 2026 in den Händen von Prof. Dr. Helene Häberle.

Die 60-Jährige übernimmt die Leitung des zentralen OP-Managements und berichtet in dieser Stabsstelle direkt an den kommissarischen Vorstandsvorsitzenden und Ärztlichen Direktor des UKS, Prof. Dr. Michael Zemlin. Dieser zeigte sich erfreut über die Personalentscheidung: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Frau Prof. Helene Häberle für diese wichtige Aufgabe gewonnen haben. Sie ist nicht nur eine hochkompetente Ärztin, sondern verfügt auch über umfassende Erfahrung in der Organisation und Optimierung klinischer Abläufe.“

Häberle soll die bestehenden Strukturen im OP-Betrieb gemeinsam mit dem Ärztlichen Dienst und dem Pflegedienst weiterentwickeln. Ziel sei es, die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern sowie Effizienz und Qualität zu steigern, so Zemlin. Zugleich soll sie ihre Erfahrung in die Planung der OP-Kapazitäten für das künftige Zentralklinikum einbringen – ein Projekt, das die Weichen für die medizinische Versorgung der Region auf lange Sicht stellt.

Die gebürtige Medizinerin bringt für diese Aufgabe einen breiten fachlichen Hintergrund mit. Als Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin leitete sie von 2013 bis zuletzt als Leitende Oberärztin die anästhesiologische Intensivstation am Universitätsklinikum Tübingen. Dort trug sie unter anderem die Verantwortung für die strategische und medizinische Organisation der postoperativen Patientenversorgung.

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Ihr Weg begann mit dem Studium der Humanmedizin in Ulm. Anschließend forschte sie als postdoctoral fellow an der University of Texas Medical Branch im Bereich der mukosalen Immunologie. In Tübingen, wo sie 1996 ihre Approbation erhielt, folgten 2008 die Habilitation und 2021 die Berufung zur außerordentlichen Professorin an der Eberhard-Karls-Universität.

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Die Stabsstelle, die Häberle nun führt, wurde bereits 2008 zur strategischen Planung, Steuerung und Controlling der OP-Bereiche geschaffen. Zu ihren Aufgaben zählen die Leitung der OP-Steuerungsgruppe, das Controlling sämtlicher OP-Bereiche im operativen und strategischen Berichtswesen sowie die weitere strategische Entwicklung der Bereiche in enger Abstimmung mit Vorstand und Klinikdirektoren.

Die neue OP-Managerin selbst blickt der Aufgabe mit Zuversicht entgegen. „Ich schätze die Tätigkeit in interdisziplinären wie auch interprofessionellen Teams und habe die positive Erfahrung gemacht, dass man in Gesprächen und Diskussionen zwischen den Fachdisziplinen und Berufsgruppen viel lernen und auch bewegen kann“, sagt Häberle. Ihre ersten Begegnungen in Homburg hätten sie überzeugt: „In den ersten Gesprächen habe ich meine neuen Kolleginnen und Kollegen in Homburg freundlich und lösungsorientiert kennengelernt. Sie wollen etwas erreichen. Gemeinsam werden wir Abläufe und Strukturen im OP-Betrieb weiter optimieren. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe.“

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