Bild: Erwin Blank
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Dass die Stadt Homburg finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Umso bemerkenswerter sind die Investitionen in die öffentlichen Spielplätze, die in diesem Jahr vorgenommen werden. 300.000 Euro lässt sich die klamme Kommune neue Spielgeräte kosten. Für Bürgermeister Forster eine wichtige Investition in die Zukunft.

Kettenschaukeln, Pick-Nick-Garnituren sowie verschiedene Spielgeräte zum Klettern und Rutschen – die Liste der ist lang. Und ausnahmsweise ist es auch keine Wunschliste, mit der man sich in der Homburger Verwaltung derzeit beschäftigt. Sondern eine Aufzählung von Dingen, die kommen werden. Über 20 Attraktionen für die öffentlichen Spielplätze der Stadt sind nämlich fest eingeplant, rund 300.000 Euro möchte die Stadt insgesamt investieren.

„Wir haben gesagt, dass wir die Spielplätze auf Vordermann bringen wollen. Schließlich wollen wir auch etwas für junge Familien in unserer Stadt machen“, erklärte Bürgermeister Michael Forster vor der letzten Stadtratssitzung. Das sieht der Stadtrat offensichtlich genauso und genehmigte einstimmig eine überplanmäßige Auszahlung von 30.000 Euro für die Anschaffung neue Spielgeräte. Diese war nötig geworden, weil die Angebote nach einer Ausschreibung rund 30% höher lagen als angenommen. Ursprünglich hatte die Stadt für dieses Jahr Investitioen für 267.500 Euro in den Haushalt eingestellt, wobei 117.500 Euro aus Restmitteln des Jahres 2021 kommen.

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Der Großteil der kleineren Spielgeräte ist bereits bestellt und soll bis April nächsten Jahres montiert werden. Darunter drei Kettenschaukeln, zwei Pick-Nick-Garnituren sowie zwei Brettspiele. Größere Spielgerätekombination zum Klettern und Rutschen soll es derweil für die Spielplätze “Kunzenäcker” in Einöd, “An der Autobahn” in Reiskirchen, „Alter Turm“ in Beeden und „Lindenstraße“ in der Birkensiedlung geben. Darüber hinaus wird auf dem Spielplatz in der Unteren Allee die, in der Unterhaltung sehr teure, alte Sechseckschaukel gegen eine neue Schaukel ersetzt. Außerdem sollen im Stadtpark neben der Kletteranlage zum Floßteich und neben dem Beachvolleyballplatz je eine Unterstellhütte montiert werden. Eine solche ist auch für den Spielplatz “Bodelschwinghstraße” in Erbach vorgesehen.

Dass nun auf einen Schlag so viel Geld in die Hand genommen wird, liegt laut Bürgermeister auch an der Zurückhaltung in vergangenen Jahren. So habe man zwischen 2013 und 2018 gerade einmal 57.000 Euro in die öffentlichen Spielplätze investiert. Seit 2019 seien es nun Gelder in Höhe von zusammengerechnet 450.000 Euro, die aufgewendet worden seien. „Wir haben da einfach einen Nachholbedarf.“ Der Vorteil sei, dass man in Zukunft im Zweifel nur noch punktuell etwas machen müsse.

So sind laut Angaben der Stadt für das kommende Jahr „nur“ noch 93.000 Euro für neue Spielgeräte von der zuständigen Umwelt- und Grünflächenabteilung veranschlagt. Darunter insgesamt drei Tischtennisplatten für den Beeder Spielplatz „Am Alten Turm“ und den Stadtpark sowie ein Spielschiff für den Spielplatz „Spitzweg“ in Erbach. „Wenn wir das alles umgesetzt haben, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass unsere Spielplätze auf dem neuesten Stand sind“, sagt Bürgermeister Forster. Damit das auch so bleibt, müssen diese natürlich auch instand gehalten werden. Finanziell ebenfalls kein Pappenstil: Für Wartung und Kontrolle fielen laut Stadt im vergangenen Jahr 130.000 Euro an.

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