Foto: FC 08 Homburg

Die Serie ist gerissen: Nach neun Spielen in Folge ohne Niederlage, musste sich der FC Homburg beim Tabellenzweiten aus Offenbach mal wieder geschlagen geben. Am Ende eines turbulenten Spiels stand ein 3:2 (2:2) für die Offenbacher Kickers. Das Spiel hätte aber auch gut und gerne anders ausgehen können.

Wenn man es kritisch sehen möchte, könnte man sagen: trotz einer 2:0-Führung auf dem Bieberer Berg, schaffte es der FCH nicht, zu punkten. Man kann das Bild nach dem Spiel gegen einen starken Tabellenzweiten jedoch auch in helleren Farben malen. Dann könnte man sagen, dass die Homburger endgültig wieder zu den Top-Mannschaften der Liga gehören. Zumindest was die Leistung angeht, schließlich liegt man tabellarisch nur im trostlosen Mittelfeld.

Doch was die Grün-Weißen in Offenbach zeigten, war tatsächlich ein „Ausrufezeichen“, wie es Trainer Timo Wenzel vor dem Match von seiner Mannschaft gefordert hatte. Denn man schaffte es über 90 Minuten, der Heimelf Paroli zu bieten und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Bei anderer Tabellensituation hätte man die Partie wohl auch als Spitzenspiel bezeichnen können, denn beide Teams schenkten sich nichts, zeigten Kombinationen auf hohem Niveau und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten.

Bereits nach 17 Minuten trauten die meisten FCH-Fans wohl ihren Augen nicht, denn ihre Elf lag mit 2:0 vorne. Patrick Dulleck brachte die Gäste nach einer Viertelstunde in Führung, bevor nur zwei Minuten später Kapitän Patrick Lienhard per Kopf nachlegte. Damit war der Torreigen in der ersten Hälfte jedoch noch nicht vorüber.

Offenbach reagierte kein bisschen geschockt und kam unmittelbar nach dem grün-weißen Doppelschlag durch Serkan Firat zum Anschlusstreffer (23.). Und nur zwei Zeigerumdrehungen weiter zappelte die Kugel wieder im Netz. Der in den letzten Spielen so überzeugende Youngster in der Homburger Innenverteidigung, Jannis Reuss, verlor in einer eigentlich ungefährlichen Situation den Ball und Davut Tuma hatte keine Probleme, den Ausgleich zu erzielen.

Danach beruhigte sich das Spiel etwas. Beide Mannschaften konzentrierten sich nun eher darauf, sicher zu stehen und einzelne Nadelstiche zu setzen. Bei den Kickers sah das durch viele schöne Ballstafetten mitunter richtig gut aus, doch Tore resultierten aus den zahlreichen Halbchancen nicht. Das lag auch daran, dass der FCH gut dagegenhielt und selbst die ein oder andere Aktion nach vorne für sich verbuchen konnte. Erst unmittelbar nach der Pause kam der OFC nochmal zu einer hochkarätigen Chance, doch Firat verpasste den grün-weißen Kasten per Kopf knapp.

Danach übernahm schließlich der FCH die Spielkontrolle und setzte den OFC gehörig unter Druck. Trotz vieler ansehnlicher Spielzüge, kam man jedoch nicht zum Torerfolg. Immer wieder fehlte der letzte Pass oder die Offenbacher Abwehr hatte ein Bein dazwischen. Erst gegen Ende wurden dann die Hausherren wieder stärker und konnten die Grün-Weißen in die eigene Hälfte drängen. Resultat war der Lucky Punch fünf Minuten vor Schluss. Nach einer Ecke bekamen die Homburger den Ball nicht weg und Tunay Deniz drückte die Kugel über die Linie. Es war der Schlusspunkt einer höchst unterhaltsamen Partie, in der der FCH gezeigt hat, dass man mit den Großen der Liga wieder mehr als mithalten kann.

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