Symbolbild

Am heutigen Mittwoch, den 05. Mai, führt die Polizei des Saarlandes eine landesweite Schwerpunktaktion zur Sicherheit des Radverkehrs durch. Der Einsatz findet im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ statt.

Basierend auf einem Beschluss der Innenministerkonferenz wird seit dem Jahr 2018 jährlich ein Aktionstag mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung durchgeführt. Im Fokus des diesjährigen Aktionstages steht die Sicherheit von Radfahrenden. Ziel der Aktion ist es, ein regelkonformes Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden in Bezug auf einen sicheren Radverkehr zu erreichen. Die Polizei will dabei ausdrücklich nicht nur Fehlverhalten von Radfahrenden aufzeigen, vielmehr stehen gegenseitige Rücksichtnahme und gleichberechtigte Teilnahme aller am Straßenverkehr im Fokus.

Das Mobilitätsverhalten der Menschen ändert sich, nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie. In der jüngeren Vergangenheit ist insbesondere ein deutlicher Anstieg bei der Nutzung von Fahrrad und Pedelec (umgangssprachlich E-Bike) feststellbar. Damit sind auch die Verkehrsunfallzahlen bei Radfahrenden im Saarland gestiegen: sieben Getötete (2019: 2), 162 Schwerverletzte (2019: 122) und 550 Leichtverletzte (2019: 431) weist die Statistik aus.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Pedelecs beteiligt waren, wie auch die Anzahl von verletzten Pedelecfahrenden sind stark gestiegen. So registrierte die saarländische Polizei 127 Unfälle mit Beteiligung von Pedelecs (2019: 87), bei 119 davon kamen Personen zu Schaden (2019: 77). Insgesamt verunglückten 122 Pedelec Nutzende im Jahr 2020 (2019: 79), davon starben vier (2019: 2).

Die Polizei wird im gesamten Saarland mit infektionsschutzangepassten Kontroll- und Präventionsmaßnahmen die Verkehrsteilnehmenden für das Thema sensibilisieren. Informationen dazu gibt es auch in den Social-Media-Kanälen des Landespolizeipräsidiums.

Innenminister Klaus Bouillon begrüßt und unterstützt die Aktion: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert insbesondere mit Blick auf die zunehmende Vielfalt der Verkehrsbeteiligungsarten ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Verkehrssicherheit schützt die Gesundheit und das Leben von Menschen und kann nur gelingen, wenn der respektvolle Umgang an erster Stelle steht, wir aufeinander Acht geben und sich alle Verkehrsteilnehmenden an die Regeln halten. Nur so können alle sicher ans Ziel kommen.“

Verkehrsministerin Anke Rehlinger lobt und mahnt zugleich: „Die Pandemie hat das Mobilitätsverhalten stark verändert. Immer mehr Saarländerinnen und Saarländer steigen auf das Fahrrad um und tragen zu einem klimafreundlichen Verkehr bei. Die Verkehrssicherheit ist aber maßgeblich für die Akzeptanz des Alltagsradverkehrs. Es ist richtig und wichtig, alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für dieses Thema zu sensibilisieren. Die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion ist ein guter Beitrag, um mehr Bewusstsein für Radverkehrssicherheit zu schaffen.“

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