Quelle: FC 08 Homburg

Nach zuletzt drei sieglosen Heimspielen in Serie, konnte der FC Homburg am 11. Spieltag der Regionalliga Südwest wieder einmal einen Sieg im Waldstadion feiern. Ein schwacher VfR Aalen bereitete den Grün-Weißen keine großen Probleme. 6:1 (4:1) hieß es am Ende, wobei der Sieg noch deutlich höher hätte ausfallen können. Die Fans durften das Spiel coronabedingt nicht im Stadion verfolgen.

Philipp Hoffmann und Loris Weiss – diese Namen dürfte den Aalenern in den kommenden Nächten einige Alpträume bescheren. Denn was diese Beiden über 90 Minuten zeigten, kann mit Fug und Recht als Galavorstellung bezeichnet werden. Oder auch eine Leistung „erster Güte“, wie es FCH-Coach Matthias Mink nach dem Spiel ausdrückte. Bei vier von sechs Toren legten sich Hoffmann und Weiss jeweils den Ball vor. Freilich unter tätiger Mithilfe der Schwaben, die die beiden Homburger nur aus der Ferne bewunderten und über 90 Minuten keine großen Anstalten machten, dem Offensivfeuerwerk etwas entgegenzusetzen. 

Dabei hatte das Spiel aus Aalener Sicht gar nicht schlecht angefangen. Man kam besser ins Spiel, war in der ersten Viertelstunde griffiger in den Zweikämpfen und wurde in der 18. Minute  für die gute Anfangsphase auch belohnt. Der Ex-Elversberger Kai Merk kam nach einem Freistoß vollkommen unbedrängt an den Ball und hatte keine Probleme FCH-Schlussmann David Salfeld aus kurzer Distanz zu überwinden. Wie so oft in den letzten Partien hatte sich die grün-weiße Defensive einen kurzen Tiefschlaf erlaubt.„Wir haben zu Beginn auch einfach viel zu viele Standards zugelassen“, ärgerte sich FCH-Coach Matthias Mink, der bereits vor dem Spiel die Stärke der Aalener nach ruhenden Bällen hervorgehoben hatte. Doch anders als beim Auswärtsspiel in Walldorf, zeigten die Homburger direkt nach dem ersten Gegentreffer eine Reaktion. 

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Und so folgte nur fünf Minuten nach dem 0:1 der erste Streich des kongenialen Duos Hoffmann/Weiss. Hoffmann schickte Weiss mit einem Zuckerpass auf die Reise und dessen strammer Schuss prallte vom Innenpfosten ins Netz. Und der FCH ließ den Gästen keine Zeit zu verschnaufen. Nach einer Flanke bekamen die Aalener den Ball nicht geklärt und nach einem abgeblockten Schuss von Weiss hatte Patrick Dulleck ins seinem 100. Ligaspiel für die Grün-Weißen keine Probleme den Ball im Tor unterzubringen (31.). Die Homburger fanden nun sichtlich Gefallen an den klaffenden Lücken in der Aalener Hintermannschaft. Angriff um Angriff rollte auf den von Routinier Daniel Bernhardt gehüteten Kasten der Gäste. Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer schloss Hoffmann eine schöne Kombination über Dulleck und Weiss zum 3:1 ab. Und weiter ging die wilde Fahrt: wieder bediente Weiss Hoffmann, doch dieses Mal traf der Homburger Rechtsaußen nur den Innenpfosten (41.). Zur Pause waren die Gäste mit dem 3:1 noch gut bedient. 

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel: die Hausherren kombinierten sich nach Belieben durch die Reihen der Aalener, die gerade in der Hintermannschaft vollkommen überfordert waren. So hatte man nicht unbedingt das Gefühl, dass der FCH wirklich alles investieren musste, um zum Erfolg zu kommen. Kleine Nadelstiche reichten für drei weitere Tore. Zunächst bediente nach einer Stunde wieder einmal Weiss Hoffmann, der Bernhardt keine Chance ließ. Chancenlos waren auch die Stürmer der Schwaben, die kein einziges Mal gefährlich vor das Homburger Gehäuse kamen. Aalen konnte nicht und Homburg brauchte nicht unbedingt – das war der Eindruck nach rund 70 Minuten. Aber wenn die Heimelf dann doch noch einmal aufdrehte brannte es in der Aalener Hintermannschaft lichterloh. 

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Der nächste im Homburger Torreigen war Marcel Carl, der mit einem platzierten Schuss seinen 5. Saisontreffer markierte (82.). Übrigens der einzige Treffer der Homburger an diesem Tag, an dem weder Hoffmann noch Weiss direkt beteiligt waren. Beide hatten sich aber noch etwas für den Schluss aufgehoben und so verwertete Weiss kurz vor Schluss noch einmal eine Flanke von Hoffmann. Am Ende hätte der FCH noch den ein oder anderen Treffer erzielen können, gegen eine Mannschaft, die sich an diesem Tag eher auf Oberliga-Niveau bewegte. Somit sollte der klare Sieg auch nicht zu hoch bewertet werden. 

Patrick Dulleck wurde für sein 100.Ligaspiel in Diensten des FCH geehrt
Quelle: FC 08 Homburg

Dennoch dürfte das Duo Hoffmann/Weiss den FCH-Fans in dieser Form noch viel Freude bereiten. Grund zur Zuversicht liefert auch die Tabelle nach elf Spielen, in der der FCH nur drei Punkte hinter Steinbach zu finden ist. Außerdem stellt man nach einem Viertel der Saison die zweitbeste Offensive der Liga. Sorgenkind ist vor allem die Abwehr, die zum wiederholten Male schlafmützig agierte und sich im weiteren Saisonverlauf steigern muss, um ganz oben anklopfen zu können. „Es gilt in den Wochen eine gewisse Stabilität in die Leistung reinzubringen“, forderte Mink nach dem Spiel von seinem Team. Aber dennoch zeigte sich der Trainer erwartungsgemäß „hochzufrieden“ mit der Leistung seiner Elf. Eine weitere Möglichkeit sich in der Spitzengruppe festzusetzen, wartet dann nächsten Samstag um 14 Uhr, wenn man am Bruchweg gegen den FSV Mainz 05 II antritt.

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