Symbolbild

Im Januar hat das saarländische Umweltministerium auf Grundlage des Koalitionsvertrages von SPD und CDU als erstes Bundesland eine Katzenschutzverordnung in Landeszuständigkeit erlassen. Diese ist eine wichtige Grundlage, um das Elend verwahrloster und verwilderter Katzen zu lindern. Mit einer Kastrationspflicht in sogenannten Hotspots wird dadurch die unkontrollierbare Vermehrung begrenzt.

Indem das Land künftig die Zuständigkeit übernimmt, werden Katzenschützer entlastet, die zuvor im rechtlichen Graubereich und häufig mit eigenem finanziellen Einsatz Kastrationen organisieren mussten. Dazu erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Pia Döring: „Über zwei Millionen verwilderte Hauskatzen leben in Deutschland, viele davon leiden unter Hunger, Kälte, Verletzungen und Krankheiten. Ohne eine Kastrationspflicht würde sich ihr Leid durch unkontrollierte Vermehrung von Jahr zu Jahr potenzieren. Es ist gut, dass das Saarland als erstes Bundesland in dieser Art der Umsetzung tierschutzpolitische Verantwortung übernimmt. Mit der Katzenschutzverordnung stehen 200.000 Euro zur Kastration in Hotspots bereit. So leistet das Land einen zentralen Beitrag zu mehr Tierschutz.“

Wird eine Katzenansammlung festgestellt, werden  die Anwohner in den betroffenen Kommunen im Vorfeld auf die Kastrationsaktion hingewiesen. Die Problematik ist regional sehr unterschiedlich, daher wird auch mit Verordnungen, die den örtlichen Gegebenheiten angepasst sind, darauf reagiert. Die Katzen werden dann eingefangen und bei einem Tierarzt kastriert und gechippt. Junge Kätzchen, die noch handzahm werden können, sollen dann durch die Tierheime an Halter weitervermittelt werden. Tiere, die wegen ihrer starken Verwilderung unvermittelbar sind, werden vor Ort wieder frei gelassen. Döring: „Durch die Kastrationen werden auch die saarländischen Tierheime immens entlastet, die bislang mehrfach im Jahr mit hunderten Katzenbabys überfüllt sind. Damit werden auch mehr Ressourcen frei für die Vermittlung der Tiere.“

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