v. l. n. r.: Daniela Colling, Thomas Raber, Anni Schindler, Michael Forster, Nina Lesser, Nurettin Tan und Markus Uhl - Foto: Lina Barth

Seit September 2020 ist Nina Lesser als Streetworkerin der Stadtverwaltung in Erbach eingesetzt. Über ihre Arbeit informierten sich vergangene Woche die Ortsvertrauensleute des Homburger Stadtteils, Markus Uhl und Anni Schindler.

Zu dem Termin in der Böcklinstraße waren auch Bürgermeister Michael Forster, der Integrationsbeauftragte Nurettin Tan, Thomas Raber als Sicherheits-Berater der Stadt und die Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts, Daniela Colling, gekommen. Vor allem in der näheren Umgebung der Böcklinstraße kam es in der Vergangenheit vermehrt zu Beschwerden – von den Anwohnern selbst, aber auch aus umliegenden Straßen. Lärm, Müllbelastung, aber auch die Zustände der sieben Gebäude sowie Raser waren nur einige Themen, die genannt wurden.

Die Streetworkerin, die fast täglich vor Ort ist, berichtete von den ersten Monaten ihrer Tätigkeit und von Gesprächen, die sehr positiv verlaufen seien: „Wir hatten bereits im September ein Treffen mit vielen Bewohnern, auch eine erste gemeinsame Aktivität konnten wir durchführen“, erzählte Lesser. Sie meinte damit die „Picobello“-Aktion im Oktober, bei der viele motivierte Anwohnerinnen und Anwohner gemeinsam entlang ihrer Straße aufgeräumt hatten. „Ein Straßenfest oder ähnliche Veranstaltungen, um mit allen ins Gespräch zu kommen, war leider aufgrund der Corona-Beschränkungen noch nicht möglich“, so Lesser.

Auch der Integrationsbeauftragte Nurettin Tan berichtete von „guten ersten Monaten, in denen wir mit den Anwohnern Kontakte knüpfen konnten und deren Anliegen und Probleme zu hören bekamen“. So fehle es in den Gebäuden an einigen grundlegenden Ausstattungen, auch ein Platz, auf dem die Kinder spielen können, sei nicht in der Nähe. Somit würden diese auch oft auf der Straße spielen, was natürlich gefährlich sei. Dass manche Autofahrer es mit der Geschwindigkeit – in der Böcklinstraße ist Tempo 30 – nicht ganz so genau nehmen, wurde auch den Anwesenden beim Vor-Ort-Termin des Öfteren „bewiesen“.

Bürgermeister Michael Forster erklärte, dass es im Juni zu einem Eigentümerwechsel für die Gebäude in der Böcklinstraße kommt und dass die Stadtspitze mit dem neuen Verwalter bereits in Gesprächen sei, damit sich auch in Bezug auf die Gebäudeausstattung etwas ändert. Die Ortsvertrauensleute machten deutlich, dass auch sie gerne mithelfen möchten, dass sich die Situation vor Ort verbessert. „Der erste Schritt ist getan, aber wir müssen weiter gemeinsam daran arbeiten, dass die Straße ihren schlechten Ruf, den sie leider seit vielen Jahren hat, verliert. Lösungen sind nicht von heute auf morgen möglich, aber es hat sich schon viel getan, dafür bin ich sehr dankbar“, richtete Forster lobende Worte auch an Nina Lesser. Mehrere Punkte wurden in der Runde gesammelt, um zu sehen, in welchen Bereichen am dringendsten etwas passieren müsse. „Das Wichtigste ist das Gespräch mit dem neuen Eigentümer“, so Forster, der auch hier die Unterstützung der Ortsvertrauensleute habe, wie Uhl und Schindler versicherten. (lb)

 

Vorheriger ArtikelWertstoffzentrum am Karsamstag geschlossen – Grüngutannahme am Gründonnerstag möglich
Nächster ArtikelBundesrat billigt Lobbyregister

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.