Die Bundesjugendspiele sollen wieder stärker auf Leistung und Wettkampf setzen dürfen – und aus dem Saarland kommt prompt politischer Rückenwind für diesen Kurs. Die Kultusministerkonferenz hat den Weg dafür freigemacht, dass Schulen ihre sportlichen Wettkämpfe künftig wieder deutlicher am Vergleich der erbrachten Leistungen ausrichten können. Für die CDU Saar ist das überfällig.
Generalsekretär Frank Wagner spricht von einem „richtigen und notwendigen Schritt“. Der Beschluss der KMK setze ein Signal, das weit über den Schulhof hinausreiche. „Der Leistungsgedanke gehört zu unserer Gesellschaft“, betont Wagner. Kinder müssten bereits im Klassenzimmer und auf dem Sportplatz lernen, wie sich Erfolge anfühlen – und wie man mit Niederlagen umgeht.
Dass dabei niemand auf der Strecke bleibe, sei für ihn selbstverständlich. Jedes Kind, das an den Bundesjugendspielen teilnimmt, sei ein Gewinner und erhalte eine Teilnahmeurkunde. Gleichzeitig aber, so Wagner, hätten viele junge Sportlerinnen und Sportler das Bedürfnis, sich miteinander zu messen. Genau hier setze die neue Linie der Kultusministerkonferenz an.
Konkret geht es um die Rückkehr zu einer klaren Einordnung der erbrachten Leistungen in einem Ranking. Für besonders gute Ergebnisse soll es wieder Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze geben. Wagner sieht darin keinen Rückschritt, sondern eine Anerkennung dafür, „dass sich Einsatz und Anstrengung lohnen“ – eine Botschaft, die seiner Ansicht nach im Schulalltag stärker verankert werden müsse.
Den Blick richtet der CDU-Politiker dabei auch über die Landesgrenzen hinaus. In Baden-Württemberg habe der zuständige Minister Andreas Jung bereits angekündigt, die Bundesjugendspiele wieder leistungsorientierter auszurichten. Damit sei der südwestdeutsche Nachbar einen Schritt voraus – ein Vorbild, an dem sich aus Sicht der CDU Saar auch die Landesregierung in Saarbrücken orientieren sollte.
Entsprechend deutlich fällt die Aufforderung an die saarländische Bildungsministerin aus. „Ich erwarte nun auch von Ministerin Streichert-Clivot, dass sie sich zu den neuen Möglichkeiten positioniert und diese im Saarland entsprechend nutzt“, erklärt Wagner. Wie das Ministerium auf den Vorstoß reagieren wird, ist offen. Klar ist hingegen, dass die Debatte um Sinn und Form schulischer Wettkämpfe damit auch im Saarland erneut Fahrt aufnimmt – und am Ende vor allem eine Frage stellt: Wie viel Wettbewerb tut Kindern gut?





















