Wer ein neues Spitzen-Smartphone kaufen will, muss oft tief in die Tasche greifen – zum Marktstart kosten die Premiummodelle regelmäßig mehr als 1.000 Euro. Doch wer sich in Geduld übt, kann mehrere hundert Euro sparen. Das zeigt eine aktuelle Preisanalyse der Stiftung Warentest, die die Kursentwicklung von Geräten der großen Hersteller Apple, Google, Samsung und Xiaomi unter die Lupe genommen hat.
„Wir haben in einer Preisanalyse geschaut, wie stark die Preise von Smartphones verschiedener Marken nach dem Marktstart in den vergangenen Jahren sanken – und ob sich daraus ein optimaler Zeitpunkt für den Kauf vorhersagen lässt“, erklärt Florian Ostermann, Testleiter der Stiftung Warentest. Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Je nach Marke sind mit dem richtigen Timing im Schnitt 10 bis 45 Prozent Ersparnis möglich.“
Besonders eigenwillig verhält sich der Preis beim iPhone. Für Apple-Fans lautet die entscheidende Zahl 90. Erst 90 Tage nach dem Verkaufsstart geben die Top-Modelle langsam nach, nach weiteren 90 Tagen erreichen sie die Marke von 90 Prozent des ursprünglichen Preises – und bleiben dort. Deutlich günstiger wird es im Schnitt danach nicht mehr. „Der günstigste Zeitpunkt für den Kauf eines neuen iPhones liegt daher etwa im April – also rund ein halbes Jahr nach der Markteinführung, die meist im September liegt“, so Ostermann. Als Faustregel gelte: Ein aktuelles iPhone unter 90 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung sei grundsätzlich ein guter Deal.
Bei Samsung geht es schneller und deutlicher bergab. Nach dem Start Ende Januar bis Mitte März rutscht der Preis bis Juli auf rund 75 Prozent des Ausgangswerts. Preisbewusste Käuferinnen und Käufer sollten mit dem Griff zum neuen Galaxy-Modell deshalb am besten bis zum Sommer warten.
Noch geduldiger müssen Interessenten bei Google und Xiaomi sein – dafür wird der Rabatt üppiger. Beim Google Pixel lässt sich nach einem Jahr rund ein Drittel des Startpreises sparen. Bei der T-Reihe von Xiaomi zeigt sich ein klares Muster: Sobald im Herbst die Nachfolger erscheinen, kosten die Vorjahresmodelle im Durchschnitt etwa 40 Prozent weniger. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das: Fällt der Preis des Xiaomi 15 T im September 2026 unter 390 Euro, wäre das ein attraktives Angebot – schließlich lag die Preisempfehlung 2025 noch bei 650 Euro.
Für ihre Untersuchung verfolgte die Verbraucherorganisation die Kursentwicklung mehrerer aufeinanderfolgender Baureihen der marktführenden Anbieter. Dabei betrachteten die Tester, wie sich die mittleren Onlinepreise in den anderthalb Jahren nach dem Verkaufsstart verändern, und setzten diese ins Verhältnis zur unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller. Die vollständige Analyse ist in der August-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest sowie online unter test.de/smartphone-preise abrufbar.


















