Symbolbild Foto: Von Alexander Blum (www.alexanderblum.de), Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25098002
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Wer am kommenden Wochenende vom 17. bis 19. April auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, muss sich auf teils erhebliche Behinderungen einstellen. Zwei Vollsperrungen auf wichtigen Verkehrsadern, steigende Baustellenaktivität und der Rückreiseverkehr nach dem Ferienende in mehreren Bundesländern sorgen laut ADAC für eine angespannte Lage auf den Fernstraßen.

Besonders brisant sind die geplanten Komplettsperrungen auf der A1 zwischen dem Kreuz Köln-Nord und dem Kreuz Leverkusen sowie auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen. Beide Abschnitte werden in beiden Fahrtrichtungen von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, dicht gemacht. Umleitungen sind zwar eingerichtet, doch gerade im Großraum Köln und Hamburg dürfte das den Verkehr auf den Ausweichstrecken massiv verdichten.

Mit dem Ende der Osterferien in Sachsen und Thüringen rechnet der ADAC zudem mit Rückreiseverkehr aus dem Süden und von der Ostseeküste. Freitagnachmittag und Samstagvormittag gelten als die stauträchtigsten Zeiten. Sonntagsnachmittags kommen Tagesausflügler hinzu, die von ihren Wochenendtouren zurückkehren. Wie stark der Verkehr tatsächlich anschwillt, hängt nicht zuletzt vom Wetter ab – bei Sonnenschein dürften sich deutlich mehr Wanderer und Ausflügler in Richtung Alpen und andere beliebte Naherholungsgebiete aufmachen.

Zusätzlichen Druck auf die Straßen erzeugen gleich drei Großveranstaltungen. In Stuttgart beginnt am 17. April der Cannstatter Wasen, der bis zum 10. Mai dauert und für erhöhten Besucherverkehr sowie Parkplatzmangel sorgen wird. In Hamburg und Nürnberg endet am Sonntag jeweils ein Volksfest – der Frühlingsdom beziehungsweise das Nürnberger Frühlingsfest –, was dort ebenfalls für volle Zufahrtsstraßen sorgt.

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Autofahrerinnen und Autofahrer, die Richtung Österreich unterwegs sind, sollten die geltenden Abfahrtssperren bei Stau in Tirol im Blick behalten. Am Samstag und Sonntag greifen diese Regelungen auf mehreren Strecken, im Raum Innsbruck bereits am Freitag zwischen 17 und 19 Uhr. Betroffen sind auch Abschnitte auf deutscher Seite: die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 auf der Inntalautobahn sowie die B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Für Lkw gilt am Sonntag ohnehin ein Fahrverbot.

Die Liste der staugefährdeten Fernreiserouten ist lang und erstreckt sich quer durch die Republik. Zu den neuralgischen Strecken zählen unter anderem die A1 von Lübeck über Hamburg und Bremen bis Osnabrück, die A2 von Oberhausen bis Magdeburg, die A3 im Rheinland und zwischen Würzburg und Nürnberg, die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg sowie die A9 zwischen Nürnberg und München. Auch zahlreiche Autobahnen in Nordrhein-Westfalen – darunter A42, A44, A45, A46, A52 und A57 – gehören zu den Engpassstrecken.

Jenseits der Grenzen bleibt die Situation ebenfalls angespannt. In Österreich sind Tauern-, Brenner- und Inntalautobahn von Bauarbeiten betroffen. In der Schweiz gelten die Gotthard- und die San-Bernardino-Route als besonders stauanfällig, hinzu kommen mögliche Engpässe auf den Verbindungen zwischen Bern, Zürich, Basel und Chur. In Italien ist neben der Brennerroute vor allem mit starkem Verkehr im Puster-, Grödner- und Gadertal sowie im Vinschgau zu rechnen.

Ein weiterer Faktor: In einigen Regionen Frankreichs und der Schweiz beginnen am Wochenende die Ferien, während in Belgien die Schulferien enden. Beides dürfte das Verkehrsaufkommen auf den grenzüberschreitenden Routen zusätzlich anheizen. An den Grenzübergängen und bei der Einreise nach Deutschland müssen Reisende wegen laufender Grenzkontrollen mit Wartezeiten rechnen. Wer flexibel planen kann, sollte die Stoßzeiten am Freitagnachmittag und Samstagvormittag meiden und auf aktuelle Verkehrsmeldungen achten.

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