Wenn ein Angehöriger an Demenz erkrankt, verändert das nicht nur den Alltag der Betroffenen – es stellt auch die Menschen in ihrem Umfeld vor Herausforderungen, auf die kaum jemand vorbereitet ist. Genau hier setzt ein kostenfreier Vortrag in St. Ingbert an, der praktisches Wissen und Raum für den offenen Austausch bieten will.
Unter dem Titel „Demenz – Was dann?“ lädt die Biosphären-VHS St. Ingbert gemeinsam mit der VdK-Ortsgruppe St. Ingbert am Mittwoch, 16. September, um 18 Uhr ein. Die Leitung übernimmt Andreas Sauder von der Saarländischen Landesfachstelle Demenz. Veranstaltungsort ist das Kulturhaus in der Annastraße 30, Raum 4.
Im Mittelpunkt steht die besondere Lage pflegender Angehöriger. Anders als bei rein körperlichen chronischen Erkrankungen kommen bei Demenz Belastungen hinzu, die schwer zu greifen sind. Desorientiertheit, ein umgekehrter Tag-Nacht-Rhythmus, wachsende Vergesslichkeit, gelegentliche Aggressivität und eine schleichende Wesensveränderung setzen der Beziehung zwischen Betreuenden und Erkrankten mit der Zeit stark zu.
Das Ausmaß des Themas zeigt ein Blick auf die Zahlen. Saarlandweit leben derzeit rund 23.600 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Auffällig ist dabei, dass 80 Prozent der Betroffenen zu Hause von ihren Angehörigen versorgt werden – ein Anteil, der über dem Bundesdurchschnitt liegt.
Der Abend soll deshalb weit mehr sein als ein reiner Fachvortrag. Neben der Wissensvermittlung geht es ebenso um Diskussion und darum, eigene Erfahrungen mit anderen zu teilen. Wer selbst einen Menschen mit Demenz begleitet, findet hier die Gelegenheit, sich mit Fachleuten und Gleichgesinnten auszutauschen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist über die Internetseite der Volkshochschule unter www.vhs-igb.de möglich.



















