Die letzte Absperrung ist abgebaut, die Freigabe erteilt: In St. Ingbert rollt der Verkehr ab sofort nach neuen Regeln durch die Innenstadt. Der Umbau der Kohlenstraße und die damit verbundene Verkehrsberuhigung in der Poststraße sind abgeschlossen, der Landesbetrieb für Straßenbau hat die Arbeiten endgültig abgenommen. Beigeordneter Markus Schmitt, Verkehrsabteilungsleiter Thomas Diederichs und Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer räumten die letzte Barriere persönlich aus dem Weg.
Die wohl auffälligste Änderung betrifft die Kohlenstraße selbst. Sie ist nun gegenläufig befahrbar. Wer aus Richtung Schlachthofstraße kommt, kann über die Kreuzung Kohlenstraße/Rickertstraße geradeaus in Richtung Otto-Toussaint-Straße fahren. An der Kreuzung Kohlenstraße/Rickertstraße/St.-Barbara-Straße gilt allerdings besondere Aufmerksamkeit: Das Linksabbiegen in die St.-Barbara-Straße aus Richtung Schlachthofstraße ist künftig nicht mehr möglich.
Auch in den angrenzenden Straßen hat sich einiges verändert. Die Ludwigstraße wurde in ihrer Fahrtrichtung umgekehrt und fungiert jetzt als Einbahnstraße in Richtung Poststraße. Die Kapellenstraße wiederum ist wieder so befahrbar wie vor den Umbauarbeiten – von der Otto-Toussaint-Straße in Richtung Ludwigstraße. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich also auf veränderte Gewohnheiten einstellen.
Herzstück des neuen Konzepts ist die Verkehrsberuhigung in der Poststraße. Sie wurde auf eine Fahrspur reduziert, es gilt dort ab sofort Tempo 30. Radfahrer in Richtung Rohrbach teilen sich die Spur mit dem Autoverkehr, für die Gegenrichtung wurde eine eigene Fahrradspur eingerichtet. Die Ampelschaltungen in der Poststraße werden derzeit noch an die geänderte Verkehrsführung angepasst.
Dass die Fertigstellung sich zuletzt verzögert hatte, lag an den schlechten Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen. Insbesondere die Markierungsarbeiten auf der Fahrbahn erfordern warme Temperaturen. Erst das bessere Wetter der letzten Tage ermöglichte es, die Arbeiten in der Post- und Kohlenstraße zügig abzuschließen. Beide Maßnahmen gehören zum Gesamtkonzept „Verkehrsberuhigung Innenstadt“ und wurden deshalb gleichzeitig in Betrieb genommen.
Das übergeordnete Ziel ist eine deutlich bessere Verteilung des Verkehrs. Rund 60 Prozent des bisherigen Durchgangsverkehrs sollen künftig über die Kohlenstraße abgeleitet werden. Zusätzlich soll die Umfahrung über die Wollbachstraße, den sogenannten Inneren Ring, die Innenstadt maßgeblich entlasten. Im Ergebnis soll die Poststraße spürbar ruhiger werden und der Verkehrsfluss insgesamt an Qualität gewinnen.
Die Stadt St. Ingbert bittet alle Verkehrsteilnehmer um vorsichtige Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme, bis sich die neuen Regelungen eingespielt haben. Gerade in der Eingewöhnungsphase dürfte an den umgestellten Kreuzungen und Einbahnstraßen erhöhte Aufmerksamkeit gefragt sein.


















