Oberbürgermeister Ulli Meyer bringt im Beisein der Sternsinger den Haussegen mit der Jahreszahl und den Buchstaben „20 ✶ C ✶ M ✶ B ✶ 24“ am Rathauseingang an. — Foto: Thomas Bastuck
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Der Klang leiser Schritte auf den Rathausfluren, bunte Gewänder, goldene Kronen und ein kurzer Stopp im Büro des Oberbürgermeisters: In St. Ingbert hat die Sternsingeraktion rund um den 6. Januar erneut den Alltag in der Innenstadt und den Stadtteilen geprägt. Kinder und Jugendliche ziehen von Tür zu Tür, sprechen Segenswünsche, schreiben den traditionellen Haussegen an und sammeln Spenden für Kinder in Not – Teil einer weltweiten Aktion, die jedes Jahr Millionen Menschen erreicht.

Das Sternsingen gilt als größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Jahr für Jahr engagieren sich tausende junge Menschen, um mit dem Haussegen Hoffnung zu bringen und Spenden für Bildungs-, Gesundheits- und Schutzprojekte zu sammeln. Die Aktion verbindet lokales Engagement mit globaler Verantwortung und macht sichtbar, dass Kinder sich für die Rechte anderer Kinder starkmachen. In St. Ingbert sind rund um den 6. Januar wieder zahlreiche Gruppen unterwegs, die den Segen in die Häuser bringen und um Unterstützung für Hilfsprojekte bitten.

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Das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2026 lautet „Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Im Mittelpunkt steht das Thema Kinderarbeit, Beispielland ist Bangladesch. Die Sternsingerinnen und Sternsinger setzen sich mit Kinderrechten auseinander und zeigen, wie wichtig Schutz, Bildung und faire Lebensbedingungen für Kinder weltweit sind. Gerade in bewegten Zeiten sendet das Sternsingen damit eine deutliche soziale und gesellschaftliche Botschaft, die viele Altersgruppen erreicht und das Bewusstsein für globale Ungerechtigkeiten schärft.

Wie in den vergangenen Jahren führte einer der Wege der St. Ingberter Sternsinger auch ins Rathaus. Die Gruppe der Pfarrei Heiliger Ingobertus machte dort Station und überbrachte stellvertretend für alle Beteiligten den Segen. Mit dabei waren Louise-Feë (14) als Melchior, Jonas (13) als Balthasar und Luna-Fleur (12) als Caspar. An der Bürotür des Oberbürgermeisters und am Rathauseingang brachten sie die Aufkleber mit der Jahreszahl und den Buchstaben „20 ✶ C ✶ M ✶ B ✶ 24“ an. Die Buchstaben stehen für die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.

Oberbürgermeister Ulli Meyer zeigte sich sichtlich erfreut über den Besuch der Jugendlichen, die bereits seit einigen Jahren in gleicher Besetzung ins Rathaus kommen. „Ihr bringt nicht nur den Segen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, sondern auch für alle Besucher. Ich danke euch ganz besonders, dass ihr trotz widriger Witterungsbedingungen und eisiger Kälte unterwegs seid, um anderen Menschen eine Freude zu machen“, sagte Meyer. Mit einer Spende unterstützte er im Anschluss selbst die Aktion und bedankte sich ausdrücklich bei den Kindern und ihren Begleiterinnen für das ehrenamtliche Engagement.

Der Termin im Rathaus war an diesem Tag bereits die vierte Station der Gruppe. Zuvor hatten die Sternsinger bereits das Bruder-Konrad-Haus, das Fidelishaus und die Tagespflege „Glück auf“ besucht. Spontan legten sie außerdem einen Überraschungsstopp in einer St. Ingberter Bankfiliale ein. Nach dem Segensspruch „Gott segne euch in diesem Jahr, das wünscht die Dreikönigsschar“ verabschiedeten sie sich im Rathaus und machten sich weiter auf den Weg ins Barbaraheim, um auch dort den Bewohnerinnen und Bewohnern den Segen zu bringen.

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Wer zuhause nicht angetroffen wurde, geht dennoch nicht leer aus: Den Aufkleber mit dem Haussegen können Interessierte am Samstag, 10. Januar, von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Wochenmarkt, im Kaufland oder im Rewe abholen. So bleibt der Segen der Sternsinger auch dann erreichbar, wenn der Besuch an der Haustür verpasst wurde.