Anzeige

Im Saarland sollen Eltern auch im kommenden Schuljahr finanziell entlastet bleiben, wenn ihre Kinder eine Freiwillige Ganztagsschule besuchen. Nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion werden die Elternbeiträge zum Start des bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter nicht erhöht. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Martina Holzner, stellt damit klar, dass Familien zum Schuljahr 2026/27 mit stabilen Kosten rechnen können.

Hintergrund ist der ab dem Schuljahr 2026/27 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in ganz Deutschland. Holzner betont, dieser Anspruch müsse im Saarland „verlässlich, qualitativ hochwertig und sozial gerecht umgesetzt werden – und darf nicht zu höheren Belastungen führen“. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten sei es wichtig, Familien nicht zusätzlich zu belasten.

Anzeige

Konkret bleiben die Beiträge für die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland im Schuljahr 2026/27 unverändert. Für die Betreuung bis 15 Uhr werden weiterhin 30 Euro im Monat fällig, für eine Betreuung bis 17 Uhr 60 Euro. „Für viele Familien im Saarland zählt am Ende des Monats jeder Euro. Deshalb ist für uns als SPD-Landtagsfraktion entscheidend, dass die Elternbeiträge in der Freiwilligen Ganztagsschule auch im Schuljahr 2026/27 stabil bleiben“, erklärte Holzner. Mit den festen Sätzen solle „Verlässlichkeit in einer Zeit steigender Kosten und wachsender Anforderungen“ geschaffen werden.

Neben der finanziellen Seite kündigt die SPD-Fraktion auch inhaltliche Verbesserungen an. So sollen die Rahmenbedingungen für Familien spürbar verbessert werden. Geplant sind weniger Schließtage, landesweit einheitliche Regeln für die Ferienbetreuung und mehr Planungssicherheit im Alltag. Holzner macht deutlich: „Gute Ganztagsangebote dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.“ Die Ganztagsbetreuung solle allen Kindern offenstehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Langfristig schließt die SPD-Landtagsfraktion Beitragsanpassungen jedoch nicht aus. Um Qualität und Verlässlichkeit dauerhaft zu sichern, seien in den kommenden Jahren „moderate, transparente und sozial verträgliche Anpassungen notwendig“, so Holzner. Vorgesehen sind demnach Erhöhungen um monatlich 90 Cent für die Betreuung bis 15 Uhr und 1,80 Euro für die Betreuung bis 17 Uhr. Holzner betont, man werde darauf achten, „dass steigende Kosten nicht auf Familien abgewälzt werden, sondern sozial gerecht aufgefangen werden“.

Die SPD-Politikerin bewertet diesen Kurs als Teil einer langfristig angelegten Bildungspolitik im Land. „Das ist verantwortungsvolle Bildungspolitik – sie entlastet Eltern, stärkt Verlässlichkeit und sichert Qualität“, sagte Holzner. Mit der Kombination aus stabilen Beiträgen zum Start des Rechtsanspruchs, schrittweisen und geringen Anpassungen in der Zukunft sowie verbesserten organisatorischen Rahmenbedingungen will die Fraktion nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass der Ausbau der Ganztagsbetreuung im Saarland sozial ausgewogen gestaltet wird.

Anzeige