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Für 32 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland beginnt ein neues Kapitel: Sie erhalten die Chance, für mehrere Monate in Italien oder Frankreich zu leben und zu arbeiten. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gab die Namen der ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten für die renommierten Aufenthalte in Rom, Olevano Romano, Venedig und Paris bekannt.

Herzstück des Programms ist der Rompreis. Er beschert acht Preisträgerinnen und Preisträgern einen zehnmonatigen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der im September 2027 startet. Zu den Ausgewählten zählen die Berliner Architekten Christoph Wagner sowie das Studio CO NOW mit Duy An Tran und Paul Reinhardt. Aus der bildenden Kunst kommen Sven Johne und Paula Doepfner, aus der Literatur Svenja Leiber und Julia Schoch aus Potsdam. Für die Musik wurden Robert Henke aus Berlin und Sophia Jani aus München nominiert.

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Parallel dazu öffnet sich für acht weitere Kunstschaffende die Tür zur Casa Baldi in Olevano Romano, dieser Aufenthalt ist für 2027/2028 vorgesehen. Neben Professorin Verena Schmidt und dem Zürcher ANA institute erhalten unter anderem der Leipziger Jens Klein, die Berlinerin Cihan Çakmak, die Autorin Ricarda Messner und der Hannoveraner Markus Thielemann diesen Platz. Im musikalischen Bereich gehen die Plätze an Jug Marković aus Stuttgart und Hristina Šušak aus Dresden.

Ein dritter Standort in Italien ist das Deutsche Studienzentrum in Venedig, das 2027 acht Gäste begrüßt. Vertreten sind hier Architektinnen und Architekten wie Juliane Seehawer und Professorin Anne Beer, in der bildenden Kunst Youssef Tabti aus Hamburg und Ronny Bulik aus Leipzig sowie die Literaten Jennifer de Negri und Stefan Hornbach. Für die Musik reisen Andrea Burelli und Agnese Menguzzato an die Lagune.

Getragen werden all diese Aufenthalte in Italien vom Bund. Finanziert werden die Stipendien vollständig aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der erklärte Zweck: hochbegabten und besonders qualifizierten Talenten den Raum zu geben, sich künstlerisch weiterzuentwickeln, fernab vom Alltag und mitten in einer inspirierenden Umgebung.

Etwas anders gelagert ist das Angebot in Frankreich. Für die Bundesateliers der Cité Internationale des Arts in Paris wurden sechs Namen benannt, darunter Professorin Heike Hanada, die Künstlerin Veronika Kellndorfer und der Freiburger Komponist Clemens K. Thomas. Diese Stipendien tragen nicht der Bund, sondern die sechzehn Länder. Die Kosten übernimmt jeweils das Bundesland, in dem die Gäste ihren Wohnsitz haben.

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Über die Vergabe entschieden Fachjurys in den vier Sparten. In der bildenden Kunst urteilten unter anderem Sarah Alberti und Çağla Ilk, während in der Architektur Ayşin İpekçi, Anh-Linh Ngo und Elena Schütz das Sagen hatten. Die Literatur beurteilten Anke Buettner, Hauke Hückstädt und Kristof Magnusson, im Bereich Musik entschieden Marko Nikodijević, Lucia Ronchetti und Arash Safaian. Organisatorisch lag das gesamte Bewerbungs- und Auswahlverfahren in den Händen der Kulturstiftung der Länder.

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