Foto: Christine Scholl
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Im März rückt die Biosphären-VHS St. Ingbert gleich mehrere Themen in den Mittelpunkt, die viele Menschen im Alltag beschäftigen: der Umgang mit Lebensmitteln, die Zukunft der Mobilität, die Suche nach dem eigenen Lebenssinn und der Umgang mit Demenz. An verschiedenen Orten in der Stadt werden Informationen, praktische Anregungen und Raum für Austausch geboten.

Den Auftakt macht am Samstag, 7. März, um 11 Uhr eine Informationsveranstaltung der Initiative foodsharing St. Ingbert im Rahmen der Saatgutbörse im Kuppelsaal. Dort stellt sich die lokale Gruppe vor, erklärt ihre Arbeitsweise und zeigt, wie Interessierte selbst aktiv werden können. Hintergrund ist die enorme Menge an Lebensmitteln, die in Deutschland jedes Jahr im Müll landet: Derzeit sind es rund 12 Mio. t. Die foodsharing-Bewegung will dem etwas entgegensetzen, indem sie Privatpersonen und Betrieben ermöglicht, überschüssige Lebensmittel weiterzugeben, statt sie zu entsorgen.

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In St. Ingbert kümmert sich eine ehrenamtliche Gruppe darum, das Thema vor Ort voranzubringen. Sogenannte Foodsaver holen bei kooperierenden Betrieben Lebensmittel ab, die sonst weggeworfen würden. Diese werden anschließend über eine Online-Plattform oder über öffentliche Übergabeorte, die sogenannten Fair-Teiler, weitergegeben. Ergänzend dazu plant foodsharing St. Ingbert Informationsveranstaltungen und Gemeinschaftsaktionen, um auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen und Wege zur Reduzierung aufzuzeigen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der VHS unter www.vhs-igb.de/1.0222 zu finden.

Am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr startet in der Rohrbacher Mühle, Mühlstraße 36 in St. Ingbert-Rohrbach, das Nachhaltigkeitsprogramm 2026 der VHS mit einem Vortragsabend zum Thema Elektromobilität. Unter dem Titel „Elektromobilität“ beleuchten Professor Steffen Hütter, Mobilitätsexperte der HTW-Saar, und Dipl.-Ing. Jürgen Bach, Geschäftsführer der Biosphären-Stadtwerke GmbH & Co. KG, aktuelle Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die viele Autonutzer derzeit beschäftigen: Lohnt sich ein Elektroauto schon heute, wie steht es um die Ladeinfrastruktur, wie lange hält ein Akku und wie entwickelt sich der Wertverlust? Zudem geht es um die Rolle des klassischen Verbrennungsmotors in einem Industriestandort wie dem Saarland. Professor Hütter wird dazu Einschätzungen geben, während Jürgen Bach über den Stand des Stromnetzausbaus in St. Ingbert informiert. Die VHS stellt an diesem Abend außerdem ihr neues Nachhaltigkeitsprogramm vor. Die Anmeldung ist über www.vhs-igb.de/1.0400 möglich.

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Einen anderen Schwerpunkt setzt die Veranstaltung „Ikigai – dem Lebenssinn auf der Spur“ am Samstag, 14. März, von 10 bis 15 Uhr im Kulturhaus, Annastraße 30, Raum 4. Unter der Leitung von Dr. Christel Weins, ausgebildete Logotherapeutin, geht es um Fragen nach Glück, Sinn, Bestimmung und Berufung. Der Begriff Ikigai stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus „iki“ für Leben und „gai“ für Wert zusammen. Er lässt sich mit „Wert des Lebens“ oder „lebenswert“ übersetzen. Hinter dem Ikigai-Modell steht eine fernöstliche Philosophie, die zugleich als Orientierungshilfe für mehr Lebensqualität verstanden wird. Ziel ist es, den Sinn des eigenen Lebens zu finden und ihm eine Bedeutung zu geben. In dem Kurs geht es um eine Spurensuche nach dem persönlichen „Wozu“ – oder, japanisch formuliert, nach dem individuellen Ikigai. Die Anmeldung ist über www.vhs-igb.de/1.0603 möglich.

Ebenfalls am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr, bietet die Biosphären-VHS St. Ingbert im Kulturhaus, Annastraße 30, Raum 4, den kostenfreien Vortrag „Demenz – Was dann?“ an. Referent ist Andreas Sauder von der Saarländischen Landesfachstelle Demenz. Im Mittelpunkt stehen die besonderen Herausforderungen, vor denen pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz stehen. Angehörige von Betroffenen, etwa mit Alzheimer-Krankheit, erleben nicht nur die Belastungen, die auch bei anderen schweren chronischen Erkrankungen auftreten. Hinzu kommen spezifische Probleme wie Desorientierung, eine Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus, Vergesslichkeit, Aggressivität und Wesensveränderungen. Diese Entwicklungen können die Beziehung zwischen Betreuenden und Betreuten stark verändern und die Zuneigung stark beanspruchen.

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Nach Angaben der Landesfachstelle sind saarlandweit derzeit etwa 23.600 Menschen von Demenz betroffen. Rund 80 % von ihnen werden im Saarland von Angehörigen zu Hause versorgt – ein Anteil, der über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die Veranstaltung „Demenz – Was dann?“ bietet Raum für Information, Diskussion und Erfahrungsaustausch rund um demenzielle Erkrankungen. Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung ist über www.vhs-igb.de/1.0926 möglich.

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