Quelle: sputnikvaccine.com

Mecklenburg Vorpommern tut es, und auch Bayern hat sich gerade dazu entschlossen – der Ankauf des russischen Sputnik-V Impfstoffs wird immer mehr zu einem echten Thema in der Pandemie-Bekämpfung. Im Saarland zwar (noch) nicht. Hier sei ein Ankauf von Sputnik-Dosen laut Staatskanzlei momentan nicht beabsichtigt. Das letzte Wort scheint diesbezüglich jedoch nicht gesprochen.

15,9 % Erstimpfungen – mit diesem Wert liegt das Saarland im bundesweiten Vergleich auf Platz 2. Nur Bremen impft in Bezug auf die Einwohnerzahl noch häufiger (Stand: 08.04.2021). Dennoch: Bis weite Teile der Bevölkerung geimpft sind, dürfte auch im Saarland noch einige Zeit vergehen. Zwar hat das Saarland wegen seiner Grenzlage zum Virusvariantengebiet Moselle gerade erst eine Sonderlieferung von rund 80.000 Dosen des Biontech-Imfstoffs erhalten, die noch nicht verimpft sind. Dennoch drängt sich immer mehr die Frage auf, ob nicht auch über den „westlichen“ Tellerrand hinausgeblickt werden sollte. Gerade der russische Impfstoff Sputnik-V rückt daher vermehrt in den Fokus.

Zumindest in Mecklenburg-Vorpommern und in Bayern hat man sich schon entschlossen, bei der Impfstoffbestellung den Blick gen Osten zu richten. Im Nordosten der Republik hat man sich eine Option für den Kauf von 1 Million Dosen Sputnik gesichert, im Süden gar 2,5 Millionen Dosen vorbestellt. Und das Saarland? Hier möchte man offenkundig nicht im Alleingang handeln, wie eine HOMBURG1-Anfrage bei der Staatskanzlei nahelegt.

„Die Landesregierung beabsichtigt aktuell keinen Kauf des Sputnik-Impfstoffes“, teilt Regierungssprecher Alexander Zeyer mit. Doch im Saarland hält man sich durchaus noch ein Hintertürchen offen. So scheint man in Saarbrücken Entscheidungen in Berlin abwarten zu wollen. Sollte der Bund einen Kauf in Betracht ziehen, werde man eine etwaige Bestellung prüfen, so der Regierungssprecher. „Hierzu wartet die Landesregierung die weiteren Planungen sowie die Gespräche der Bundesregierung ab.“

Ganz ausgeschlossen ist es also nicht, dass in Zukunft ein russischer Impfstoff im Saarland zum Einsatz kommt. Einstweilen dürfte man sich an der Saar zunächst einmal darauf konzentrieren, das vorhandene Impfmaterial an den Mann zu bringen. Schließlich liegen hierzulande derzeit noch 100.000 Dosen auf Lager.

 

 

 

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