Symbolbild
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Die Jalousien senken sich bei Hitze wie von selbst, ein Roboter reinigt eigenständig den Boden, und wenn es Abend wird, dimmt sich das Licht ganz ohne Handgriff: Für mehr als jeden zweiten Menschen in Deutschland ist ein solches Szenario längst Alltag. 52 Prozent nutzen inzwischen Smart-Home-Anwendungen im eigenen Zuhause. Der Trend zeigt klar nach oben, wie eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom belegt: 2022 lag der Wert noch bei 43 Prozent, zwei Jahre später bei 46 Prozent.

Besonders die jüngeren Generationen treiben die Entwicklung voran. Bei den 16- bis 29-Jährigen setzen 73 Prozent auf vernetzte Technik, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 70 Prozent. Für die anlässlich der im September stattfindenden IFA erhobene Studie wurden 1.159 Personen ab 16 Jahren befragt. Doch während das smarte Zuhause bereits fest etabliert ist, deutet sich die nächste Stufe schon an – und die spaltet die Gemüter deutlich.

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Gemeint ist der Einsatz humanoider, also menschenähnlicher Roboter im Haushalt. Fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) kann sich das grundsätzlich vorstellen, während 47 Prozent strikt ablehnen. „Humanoide Roboter polarisieren“, fasst Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder das gespaltene Meinungsbild zusammen. „Ihr menschenähnliches Aussehen fasziniert, kann aber auch verunsichern. Entscheidend für ihre Akzeptanz wird sein, ob sie im Alltag einen konkreten Nutzen bieten und den Menschen tatsächlich Arbeit abnehmen.“

Hinter der Skepsis steckt vor allem die Angst vor Kontrollverlust. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) fürchtet, im eigenen Zuhause die Zügel aus der Hand zu geben. 46 Prozent finden einen menschenähnlichen Roboter schlicht unheimlich – je ähnlicher er dem Menschen wird, desto gruseliger empfinden ihn ebenso viele. Interessant ist die andere Seite der Medaille: 57 Prozent könnten sich vorstellen, sich mit einem solchen Roboter zu unterhalten, und für 14 Prozent käme er sogar als Ersatz für soziale Kontakte infrage.

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Die erhofften Aufgabengebiete sind konkret und bodenständig. Wer sich einen Roboter im Haus vorstellen kann, würde ihn vor allem zum Aufräumen (87 Prozent), zum Verstauen von Einkäufen (77 Prozent) und zum Putzen (73 Prozent) einsetzen. Auch Tischdecken, Kochen und Geschirrspüler ein- und ausräumen stehen auf der Wunschliste. Über den Haushalt hinaus reichen die Vorstellungen bis zur Haustierbetreuung, zur Pflegeunterstützung und sogar zur Ersten Hilfe im Notfall.

Schon heute ist die Vernetzung bei vielen weit fortgeschritten. 42 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer haben ihr komplettes Zuhause ausgestattet, das Wohnzimmer führt dabei mit 49 Prozent vor Schlafzimmer und Esszimmer. Im Schnitt sind sechs Anwendungen im Einsatz, am beliebtesten sind smarte Lampen (46 Prozent) und WLAN-Steckdosen (44 Prozent). Drei Viertel der Anwender wollen nie wieder ohne diese Technik leben.

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Auch Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung. Knapp ein Drittel (32 Prozent) würde gern in einem vollständig KI-gesteuerten Haus wohnen, vor allem das Energiesparen gilt als großes Potenzial. Doch die Vorbehalte bleiben spürbar: 40 Prozent fürchten den Kontrollverlust an die KI, und 59 Prozent der Nicht-Nutzer haben Angst vor Hacker-Angriffen. „Datenschutz und Sicherheit müssen von Anfang an mitgedacht werden“, mahnt Rohleder. Am Ende bleibt der wichtigste Antrieb ein sehr menschlicher: mehr Komfort und Lebensqualität, wie 82 Prozent der Nutzer betonen.

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